The National Times - Europäische Raumfahrtagentur stellt neue Astronauten vor

Europäische Raumfahrtagentur stellt neue Astronauten vor


Europäische Raumfahrtagentur stellt neue Astronauten vor
Europäische Raumfahrtagentur stellt neue Astronauten vor / Foto: © AFP/Archiv

Welche Europäer und Europäerinnen werden als nächstes ins All fliegen? Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) will am Mittwochnachmittag in Paris die nächste Generation von Astronauten vorstellen. Dabei handelt es sich um vier bis sechs künftige Raumfahrer und Raumfahrerinnen, die aus etwa 22.000 Bewerbern ausgewählt wurden. Sie treten die Nachfolge der aktuellen Generation an, zu der auch der Deutsche Matthias Maurer zählt.

Textgröße ändern:

Die künftigen Astronauten werden zunächst im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln ausgebildet. Sie sind vorerst für Aufenthalte in der Internationalen Raumstation ISS vorgesehen. Falls es zu einem bemannten Flug zum Mond kommt, würden die bereits erfahrenen Astronauten der vorherigen Generation eingesetzt werden.

Erstmals will die ESA auch einen oder mehrere "Parastronauten" vorstellen: Menschen mit einer körperlichen Behinderung, die auf einen Flug in den Weltraum vorbereitet werden sollen. Dafür hat die ESA ihre bislang äußerst strengen Kriterien geändert und Kandidaten und Kandidatinnen zugelassen, denen etwa ein Bein fehlt oder deren Beine Fehlbildungen aufweisen.

Bei einem Ministertreffen der ESA soll außerdem der Haushalt für 2023-2025 verabschiedet werden. Die Vertreter der 22 Mitgliedstaaten sollen den Haushalt der Raumfahrtagentur in Höhe von gut 18 Milliarden Euro für 2023 bis 2025 bewilligen, ein Viertel mehr als in den vergangenen drei Jahren.

Davon sind drei Milliarden Euro für die Beobachtung der Auswirkungen des Klimawandels und 3,3 Milliarden für den Transport ins Weltall, insbesondere für die Trägerrakete Ariane 6, vorgesehen. Für die Erforschung des Weltalls durch Roboter und Astronauten veranschlagt die ESA ebenfalls drei Milliarden Euro.

Für Deutschland nimmt Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) teil, der zu mehr Nachhaltigkeit im Weltall und zu größerer europäischer Souveränität aufruft. Europa befindet sich in der Raumfahrt zunehmend in Konkurrenz mit den USA, China und privaten Investoren, etwa dem amerikanischen Unternehmen SpaceX von Elon Musk. Der ursprünglich für 2020 geplante Start von Ariane 6 wurde zuletzt auf 2023 verschoben.

"Wir müssen die Kommerzialisierung der Raumfahrt vorantreiben", sagte ESA-Chef Josef Aschbacher zum Auftakt des Ministertreffens am Dienstag. Deutschland, Frankreich und Italien bekräftigten, dass die Investitionen in die Trägerraketen Ariane 6 und Vega-C das kommerzielle Risiko berücksichtigen müssten. Sie regten eine Änderung der Regeln an, um den Ländern, die viel investieren, entsprechende Vorteile für die heimische Industrie zu sichern.

Zugleich gaben sie grünes Licht für den Einsatz von sogenannten Microlaunchern, die künftig auch im Auftrag der ESA ins All fliegen sollen. Die drei Länder konkurrieren miteinander bei der Entwicklung der Raketen, die kleinere Lasten in den Weltraum befördern können.

G.Morris--TNT

Empfohlen

Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht

Tech-Milliardär Elon Musk hat zum Börsenstart seines Raumfahrtkonzerns SpaceX eine Mars-Mission in Aussicht gestellt. SpaceX wolle Menschen zum Mond bringen, "zum Mars und letztlich darüber hinaus", sagte Musk am Freitag im SpaceX-Hauptquartier in Texas vor jubelnden Mitarbeitern. Sein Ziel sei es, "Star Trek Wirklichkeit werden zu lassen".

KI statt Krake: Fans setzen nun oft auf Tech statt Tier bei WM-Vorhersagen

KI statt Krake: Bei den Vorhersagen für die derzeitige Fußball-Weltmeisterschaft setzen viele Fans statt auf Tier-Orakel auf die Künstliche Intelligenz. Allerdings sind die Prognosen der sogenannten Chatbots unterschiedlich. So sagen ChatGTP des Unternehmens OpenAI und Claude von Anthropic Spanien als Weltmeister voraus, Le Chat der französischen Firma Mistral hingegen tippt auf Frankreich, und die chinesischen Programme Deepseek und Qwen sehen Argentinien als Favoriten.

Internationale Referenzstudie: Entwicklung des Erdklimas immer besorgniserregender

Die Folgen der Erderwärmung werden laut einer Studie immer besorgniserregender. Mehr als 70 Wissenschaftler aus 17 Ländern, darunter Experten des Weltklimarats IPCC, erklärten am Donnerstag, die Erde sei "ein Patient, der immer stärker beunruhigende Symptome zeige". Zusätzlich werde das Klima heute "durch geopolitische Entscheidungen geschwächt oder bedroht", erklärte die französische Klima-Expertin und frühere Leiterin einer IPCC-Arbeitsgruppe, Valérie Masson-Delmotte.

Millionen Kadaver: Chinesische Forscher entdecken größten Wal-Friedhof der Welt

Forscher aus China haben am Grund des Indischen Ozeans den größten Wal-Friedhof der Welt entdeckt. Er sei "erstaunt" gewesen über die vielen Kadaver, die zum Teil Millionen Jahre alt sind, erklärte der Forscher Xiaotong Peng am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Er war 2023 mehrfach mit einem kleinen Tauchboot zur Fundstätte vor der Westküste Australiens hinabgetaucht.

Textgröße ändern: