The National Times - Platz in Berlin erinnert an Holocaustüberlebende Margot Friedländer

Platz in Berlin erinnert an Holocaustüberlebende Margot Friedländer


Platz in Berlin erinnert an Holocaustüberlebende Margot Friedländer
Platz in Berlin erinnert an Holocaustüberlebende Margot Friedländer / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Abgeordnetenhaus in Berlin erinnert nun ein Platz an die vor fast genau einem Jahr gestorbene Holocaustüberlebende Margot Friedländer. Das Schild wurde am Donnerstag unter anderem im Beisein von Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld (CDU) und dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) feierlich enthüllt. Friedländers Vermächtnis werde so "jeden Tag sichtbar", erklärte Seibeld. Es handle sich um eine "dauerhafte Mahnung", das Parlament sei "Herzkammer der Demokratie".

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Friedländer gehörte zu den meistgeachteten und öffentlich aktivsten Zeuginnen der NS-Judenverfolgung. Die Berliner Ehrenbürgerin starb am 9. Mai vergangenen Jahres im Alter von 103 Jahren in der Hauptstadt, in der sie 1921 geboren worden war. Während des Weltkriegs überlebte sie die Deportation in ein Konzentrationslager. Ihre Mutter und ihr Bruder wurden von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet.

Nach dem Krieg lebte Friedländer zunächst mehrere Jahrzehnte in den USA, erst nach dem Tod ihres Ehemanns Ende der 90er Jahren wandte sie sich ihrer schmerzhaften Verfolgungsgeschichte zu. 2010 zog sie im Alter von 88 Jahren zurück in ihre Geburtsstadt Berlin, um als Zeitzeugin aufzuklären. Sie besuchte unter anderem Schulen. Für ihr Wirken erhielt sie das Bundesverdienstkreuz, die von ihr gegründete Margot-Friedländer-Stiftung setzt ihre Arbeit nach ihrem Tod fort.

Die Benennung des bisher namenlosen Platzes vor dem Abgeordnetenhaus wurde vor einem knappen halben Jahr beschlossen. Wirksam werden sollte sie aber erst anlässlich von Friedländers erstem Todestag.

E.Reid--TNT

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