The National Times - Digitale Brieftasche: Mehrheit der Deutschen offen für Nutzung - Bundestag stimmt ab

Digitale Brieftasche: Mehrheit der Deutschen offen für Nutzung - Bundestag stimmt ab


Digitale Brieftasche: Mehrheit der Deutschen offen für Nutzung - Bundestag stimmt ab
Digitale Brieftasche: Mehrheit der Deutschen offen für Nutzung - Bundestag stimmt ab / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sind laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom mehrheitlich offen für die Nutzung einer digitalen Brieftasche auf dem Smartphone. Wie Bitkom am Donnerstag mitteilte, geben insgesamt 53 Prozent der Befragten an, die sogenannte EUDI-Wallet "auf jeden Fall" oder "eher schon" nutzen zu wollen. Jeweils 21 Prozent wollen dies demnach "auf keinen Fall" oder "eher nicht" tun; die restlichen fünf Prozent machten keine konkreten Angaben.

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Über die EUDI-Wallet - die Europäische Brieftasche für die digitale Identität - stimmt am Donnerstagnachmittag der Bundestag ab. Künftig sollen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger damit ihre Identität per Smartphone nachweisen und digitale Dokumente verwalten oder bei öffentlichen und privaten Diensten verwenden können. Außerdem soll die digitale Brieftasche auch qualifizierte elektronische Signaturen und Siegel ermöglichen.

Die Bundesregierung hebt in ihrem Gesetzentwurf hervor, dass die Nutzung freiwillig bleibt und bestehende Identifizierungs- und Authentifizierungsmittel nicht ersetzt werden sollen. Zugleich betont sie, dass die digitale Brieftasche den elektronischen Rechts- und Wirtschaftsverkehr erleichtere - ebenso wie den Zugang zu digitalen Diensten etwa im Banken- oder Zahlungswesen. Außerdem könne die digitale Brieftasche auch grenzüberschreitend in anderen EU-Mitgliedsländern genutzt werden. Flächendeckend zur Verfügung stehen soll die EUDI-Wallet ab Januar 2027.

Eine Hürde für die Nutzung bleibt laut Bitkom aber die weiterhin geringe Bekanntheit des Projekts: Mit 46 Prozent der Befragten habe fast die Hälfte der Deutschen noch nie von der EUDI-Wallet gehört, erklärte der Digitalverband. Zu Jahresbeginn waren es demnach 52 Prozent. Für die aktuelle Umfrage wurden im August und September insgesamt 1004 Menschen ab 18 Jahren telefonisch befragt.

Nötig ist nach Auffassung des Digitalverbands daher eine bessere Aufklärung: "Bund, Länder und vor allem die Ämter und Behörden vor Ort müssen rasch und deutlich kommunizieren, welche konkreten Vorteile die Wallet-Nutzung den Menschen bringt", forderte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.

F.Hughes--TNT

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