The National Times - Blattabdruck aus der Urzeit: Womöglich älteste Cannabispflanze der Welt

Blattabdruck aus der Urzeit: Womöglich älteste Cannabispflanze der Welt


Blattabdruck aus der Urzeit: Womöglich älteste Cannabispflanze der Welt
Blattabdruck aus der Urzeit: Womöglich älteste Cannabispflanze der Welt / Foto: © AFP/Archiv

Die älteste Cannabispflanze der Welt stammt womöglich nicht aus China, sondern aus Sachsen-Anhalt. Zumindest wirft ein Sammlungsfund aus der Urzeit nach Angaben des Museums für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin vom Freitag diese Frage auf. Forschende stießen in der Sammlung des Museums demnach auf ein "spektakuläres Pflanzenfossil".

Textgröße ändern:

Es handelt sich der Mitteilung zufolge um einen Blattabdruck in versteinertem Schlamm, der bereits im Jahr 1883 von einem Pflanzenkundler als Cannabis oligocaenica beschrieben wurde. Nach neueren Alterseinstufungen stamme das Fossil aus dem Zeitabschnitt des unteren Eozän von vor etwa 56 bis 48 Millionen Jahren und sei damit deutlich älter als die bisher bekannten Nachweise. Gefunden wurde das Fossil demnach in der Nähe von Eisleben in Sachsen-Anhalt, was auch den Ursprung der Pflanzengattung in Zentralasien infrage stelle.

Die Form des Abdrucks mit seinen randlich gezackten, lanzettförmigen Blättern sei denen heutiger Cannabispflanzen überraschend ähnlich. Für eine eindeutige Zuordnung fehlen den Experten zufolge allerdings weitere Merkmale, zum Beispiel die feinen Härchen auf den Blattoberflächen. Die Härchen enthalten den psychoaktiven Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC), welcher der Pflanze zur Abwehr von Fressfeinden dient - und Menschen berauscht.

Ob es sich bei dem Fossil wirklich um den mit Abstand ältesten Nachweis der Gattung Cannabis handelt, soll nun weiter untersucht werden. Die heute bekannte Art Cannabis sativa stammt ursprünglich aus dem Nordwesten Chinas. Dies legen zumindest Analysen der ältesten gefundenen Pollen der Pflanze von vor rund 20 Millionen Jahren nahe. Auch heute hat die Pflanze ihr natürliches Verbreitungsgebiet im Nordwesten Chinas und in angrenzenden Regionen.

P.Johnston--TNT

Empfohlen

Ministerin Bär wirbt für Deutschland als Technologie-Standort

Anlässlich des internationalen Investitionsgipfels in Berlin hat Bundesforschungsministerien Dorothee Bär (CSU) für Deutschland als Technologie-Standort geworben. "Deutschland kann auch heute noch Spitzen-Technologie, wir brauchen uns nicht zu verstecken", sagte die für Technologie zuständige Ministerin der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagausgabe).

Festveranstaltung zu 65 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

In Berlin findet am Dienstagnachmittag eine Festveranstaltung zum 65. Jahrestag des Abschlusses des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens statt (16.00 Uhr). Neben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird dort unter anderem auch der türkische Botschafter Gökhan Turan sprechen. Die Bundesregierung hatte am 30. Oktober 1961 mit der Türkei eine Vereinbarung zur Entsendung von Arbeitnehmern geschlossen. Grund war der hohe Bedarf an Arbeitskräften der stark wachsenden deutschen Wirtschaft.

Mit deutscher Unterstützung: Japanische Weltraummission zur Erkundung der Marsmonde gestartet

Start einer historischen Weltraummission mit deutscher Unterstützung: Japans Raumfahrtbehörde Jaxa will erstmals Material von der Marsregion zur Erde bringen und hat dazu eine Raumsonde ins All geschickt. Gut eine Stunde nach dem Start der Trägerrakete in Japan am frühen Dienstag (Ortszeit, Montagabend MESZ) löste sich laut Jaxa die Sonde, welche die zwei Marsmonde erforschen soll. An Bord war der deutsch-französische Rover Idefix. Bundesraumfahrtministerin Dorothee Bär (CSU) erklärte, sie sei "stolz" auf den deutschen Beitrag zur Mission.

Fluchtgefahr: Ex-Ingenieur von OpenAI bleibt nach Abhörvorwürfen in Untersuchungshaft

Ein früherer saudiarabischer Angestellter des US-Unternehmens OpenAI, der ein Aufnahmegerät in einem Konferenzraum des Konzerns in San Francisco installiert haben soll, bleibt nach US-Justizangaben wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. US-Bezirksrichter Alex Tse wies am Montag einen Antrag der Anwälte von Abdulrahman Alfozan auf Freilassung zurück. Es bestehe ein "erhebliches" Risiko, dass der Festgenommene nicht erneut vor Gericht erscheinen werde.

Textgröße ändern: