The National Times - FC Bayern: Tah arbeitet WM-Desaster auf besondere Art auf

FC Bayern: Tah arbeitet WM-Desaster auf besondere Art auf


FC Bayern: Tah arbeitet WM-Desaster auf besondere Art auf
FC Bayern: Tah arbeitet WM-Desaster auf besondere Art auf / Foto: © picture alliance/DeFodi Images/SID

Nationalspieler Jonathan Tah hat das WM-Desaster mit der DFB-Auswahl auf besondere Weise aufgearbeitet. "Ich lasse solche Situationen zuerst wirken und analysiere sie dann sehr bewusst: Was ist passiert, warum fühle ich mich so, ist das berechtigt oder spielt sich vieles nur in meinem Kopf ab? Ich schreibe mir meine Gedanken auf, schaue sie mir in Ruhe an – und wenn ich das getan habe, ist es für mich irgendwann erledigt und ich kann den Fokus wieder auf die neue Saison legen", sagte der Verteidiger auf der Vereinsseite des FC Bayern.

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Gerade in der heutigen Zeit sei "die Gefahr groß, dass man sich zu schnell in Social Media und den vielen Meinungen verliert. Direkt nach der WM war ich deshalb gar nicht auf Social Media aktiv, ich habe keine Kommentare gelesen. Über andere habe ich erfahren, dass es auch rassistische und hasserfüllte Nachrichten gab – leider hatte ich das vorher schon geahnt", führte Tah weiter aus.

Der Bayern-Star hatte im Sechzehntelfinale gegen Paraguay im Elfmeterschießen verschossen. Es habe aber, so Tah, "gleichzeitig sehr viele positive Rückmeldungen" gegeben: "Auf diese Stimmen möchte ich meinen Fokus legen. Statt mich von Anfeindungen im Internet beeinflussen zu lassen, bleibe ich bei mir, spreche mit meiner Frau oder engen Freunden – das bringt mich weiter."

Er glaube, sagte der 30-Jährige, "wir alle können daraus lernen, wie wichtig es ist, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Wenn es viele positive Stimmen gibt, werden die negativen automatisch leiser. Und das gilt nicht nur, wenn ich einen Elfmeter verschieße. Das gilt genauso, wenn ein Junge in der Schule geärgert wird oder wenn jemand auf der Straße beleidigt wird. Mentale Stärke braucht jeder – nicht nur Profis."

A.Wood--TNT

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