The National Times - Alles oder nichts in London: Wehrlein kämpft um Formel-E-Titel

Alles oder nichts in London: Wehrlein kämpft um Formel-E-Titel


Alles oder nichts in London: Wehrlein kämpft um Formel-E-Titel
Alles oder nichts in London: Wehrlein kämpft um Formel-E-Titel / Foto: © picture-alliance/XinHua/SID

Alles ist möglich für Pascal Wehrlein - und doch hätte es irgendwie noch besser laufen können. Der deutsche Ex-Weltmeister reist mit großen Titelchancen zum Saisonfinale der Formel E, aber auch mit gemischten Gefühlen. "Vor der Saison war es unser Ziel, nach London zu kommen und um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Das ist die positive Seite", sagt Wehrlein vor dem Showdown in der britischen Hauptstadt: "Andererseits gab es in diesem Jahr einige Rennen, in denen wir noch mehr hätten rausholen können."

Textgröße ändern:

Und dann wäre Wehrlein vor den Rennen am Samstag und am Sonntag (jeweils 16.05 Uhr MESZ/DF1) sogar Topfavorit. Doch der Porsche-Pilot ließ eben auch einige Punkte liegen, daher gibt es nun ein echtes Herzschlagfinale. Nur fünf Punkte Rückstand hat Wehrlein auf Spitzenreiter Jake Dennis (Großbritannien/Andretti), vor ihm steht auch noch der Neuseeländer Mitch Evans (Jaguar), der nur zwei Zähler hinter Dennis liegt.

Der winzige Rückstand nach 15 Saisonrennen bedeutet aber auch: Wehrlein kann noch aus eigener Kraft Weltmeister werden, und wie das geht, hat er selbst schon einmal gezeigt: 2024 brachte er ebenfalls einen Rückstand mit zum Finale nach London - und schob sich durch einen Sieg und einen zweiten Platz noch an Evans vorbei, das einstige Formel-1-Talent war damit erstmals Weltmeister in der Elektrorennserie.

Für diese endet am Sonntag ihre zwölfte Saison, anschließend zündet die nächste Entwicklungsstufe. Zur Saison 2026/2027, die im Dezember beginnt, werden die Boliden der vierten Generation eingeführt. Die Rennwagen werden noch einmal deutlich stärker, im Qualifyingmodus stehen dann 600 kW Leistung (815 PS) zur Verfügung, im Vergleich zur aktuellen Saison entspricht das einer Steigerung um 70 Prozent. In den Rennen können die Boliden 450 kW (612 PS) abrufen, 50 Prozent mehr als in diesem Jahr. In der Spitze sollen die neuen Autos 335 km/h erreichen. Ebenfalls neu in der nächsten Saison: Opel geht mit einem Werksteam an den Start, neben Porsche gibt es dann wieder einen zweiten deutschen Hersteller in der Formel E.

C.Stevenson--TNT

Empfohlen

Shelton gewinnt Masters in Montréal

Der US-amerikanische Tennisprofi Ben Shelton hat das Masters-Turnier im kanadischen Montréal gewonnen. Der 23-Jährige setzte sich im Endspiel in nur 87 Minuten mit 6:3, 7:6 (7:4) gegen seinen Landsmann Brandon Nakashima durch und verteidigte ohne abgegebenen Satz seinen Titel. Im Vorjahr hatte er sich beim Turnier in Toronto durchgesetzt und galt damit als Titelverteidiger, da sich die beiden kanadischen Städte bei der Austragung des Masters-Events abwechseln.

Hingsen über Neugebauer: "Fehlt nur noch der Olympiasieg"

9000 Punkte? Olympia-Gold? Zehnkampf-Star Leo Neugebauer (Stuttgart) verzichtete nach seinem EM-Titel auf markige Kampfansagen an die Konkurrenz für die nächsten Jahre. Dass er sich gegen alle Widerstände gewehrt hat, sich im deutschen Duell mit Niklas Kaul trotz aller Probleme am Ende doch knapp durchsetzen konnte, sei "einfach nur eine coole Bestätigung" nach seinem WM-Titel von Tokio, sagte der 26-Jährige. Schließlich habe er sich selbst gezeigt, "dass ich, wenn es drauf ankommt, auch richtig durchbeißen kann, was auch einen guten Zehnkämpfer ausmacht."

Kritik von Meyer: Hindernis-Queen Krause kontert cool

Cooler Konter nach Lauf zu Gold: Hindernis-Ass Gesa Felicitas Krause (Trier) hat gelassen auf die Taktik-Kritik von Lea Meyer nach dem EM-Finale über 3000 m Hindernis reagiert. "Ich meine, wer die Führungsarbeit macht", sagte Krause nach ihrem insgesamt dritten EM-Titel, "entscheidet sich ja selbst dazu. Und ich persönlich bin einfach nicht so der Frontläufer. Also das ist schon auch eine bewusste Entscheidung. Und ich bin jemand, der gerne auf dem letzten Kilometer oder auf der letzten Runde Gas gibt - vor allem bei Meisterschaften."

Das Warten hat ein Ende: Janssen holt Diskus-Bronze

Das lange Warten hat ein Ende: Henrik Janssen (Magdeburg) hat in Birmingham nach zwölf Jahren wieder für eine deutsche EM-Medaille im Diskuswurf gesorgt. Beim erneuten Triumph von Titelverteidiger Kristjan Ceh (72,51 Meter/Slowenien) holte der 28-Jährige in einem absoluten Weltklasse-Feld mit persönlicher Bestleistung von 69,53 Metern Bronze. Silber ging an Weltrekordler Mykolas Alekna (69,89/Litauen).

Textgröße ändern: