The National Times - Mutloses St. Pauli in großer Gefahr - Mainz gerettet

Mutloses St. Pauli in großer Gefahr - Mainz gerettet


Mutloses St. Pauli in großer Gefahr - Mainz gerettet
Mutloses St. Pauli in großer Gefahr - Mainz gerettet / Foto: © picture-alliance/BEAUTIFUL SPORTS/SID

Kaum Power, kein Mut - und weiter schwindende Hoffnung: Dem FC St. Pauli droht immer mehr der Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Alexander Blessin enttäuschte beim 1:2 (0:2) gegen den FSV Mainz 05 erneut und blieb lange weit davon entfernt, den Abstand zum rettenden Ufer zu verkürzen. Die Rheinhessen räumten dagegen das letzte kleine Fragezeichen hinter ihrem Klassenerhalt entschlossen beiseite.

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Der für St. Pauli kaum zu kontrollierende Sturmtank Philipp Tietz (6.) und Philipp Mwene (40.) trafen für die Mainzer, die zuvor drei Spiele nicht gewonnen hatten. Noch deutlich länger ist der Negativlauf der Kiezkicker, die nun acht Partien infolge keinen Dreier mehr holen konnten und ihre Fans zunehmend frustrieren. Der Anschluss durch Stürmer Abdoulie Ceesay kam zu spät (87.).

Das Blessin-Team leistete sich eine ganz schwache erste Hälfte. Mainz kaufte den Hausherren in den Zweikämpfen klar den Schneid ab und war spielerisch hoch überlegen. Auch im zweiten Durchgang zeigte sich, weshalb St. Pauli das klar offensivschwächste Team der Liga ist.

Eine Woche nach der 0:2-Niederlage gegen Schlusslicht Heidenheim und nach intensiven Diskussionen um die zuletzt schwachen Leistungen, schickte Blessin eine auf zwei Positionen veränderte Mannschaft auf den Rasen. Der 52-Jährige hatte sich selbst aufgetragen, eine möglichst resiliente Elf aufzubieten.

Nach dem Patzer von Werder Bremen und dem verpassten Sieg des 1. FC Köln bot sich die Chance, den Druck auf die Konkurrenten mit einem Erfolg wieder deutlich zu erhöhen. Im Hinterkopf haben Kapitän Jackson Irvine und Co. auch den drohenden Abstiegsshowdown am letzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg.

Nach einer ersten Kopfball-Gelegenheit von Tomoya Ando (4.) verloren die Braun-Weißen dann aber komplett den Faden, der Dämpfer durch Tietz' frühen Treffer wirkte sich spürbar aus. Die Brust der zielstrebig kombinierenden 05er war nun breit, sie kontrollierten das Geschehen scheinbar mühelos. Immer wieder lud St. Pauli die Rheinhessen auch mit Abspielfehlern in die Gefahrenzone ein, wie vor Nadiem Amiris letztlich abgeblocktem Versuch (30.), der zweite Gegentreffer war die logische Folge.

Blessin stellte zur zweiten Hälfte von Dreier- auf Viererkette in der Abwehr um und brachte in Connor Metcalfe für Danel Sinani einen frischen Offensivmann. Doch Mainz blieb lange gefährlicher. Tietz verpasste bei einem Kopfball an die Latte die frühe Entscheidung (64.).

Die Hamburger agierten oft viel zu kompliziert - bezeichnend war der verpasste Abschluss des eingewechselten Angreifers Ceesay frei vor dem wenig beschäftigten Mainzer Keeper Daniel Batz (74.). Kurz vor Ende machte es Ceesay besser und sorgte für eine enge Schlussphase.

I.Paterson--TNT

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