The National Times - Heraskewytsch will CAS anrufen: "Für unsere Rechte kämpfen"

Heraskewytsch will CAS anrufen: "Für unsere Rechte kämpfen"


Heraskewytsch will CAS anrufen: "Für unsere Rechte kämpfen"
Heraskewytsch will CAS anrufen: "Für unsere Rechte kämpfen" / Foto: © SID

Der ukrainische Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch will den Konflikt mit dem IOC vor dem Internationalen Sportgerichtshof ausfechten. "Ich muss mich beraten lassen", sagte er am Donnerstag kurz nach seiner Disqualifikation für die olympischen Wettbewerbe im ZDF: "Wir werden einen Fall für den CAS vorbereiten und für unsere Rechte kämpfen." Der WM-Vierte darf nicht bei den Rennen am Donnerstag und Freitag in Cortina teilnehmen. Grund für den Ausschluss durch das Internationale Olympische Komitee ist der Streit um Heraskewytschs Helm, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind.

Textgröße ändern:

Auch der Gang vor den CAS wird Heraskewytsch keinen Start in Norditalien mehr ermöglichen. "Ich hatte alle Chancen auf eine Medaille, aber wir werden es jetzt nie erfahren", sagte er: "Mein olympischer Moment wurde gestohlen. Aber es gibt Dinge, die wichtiger sind." Heraskewytsch hatte den Helm bereits in den Trainingsläufen getragen und immer wieder betont, dass er dies auch im Wettkampf plane. "Von Tag eins sagte ich: Ich werde diese Athleten nicht verraten. Wir sind auch wegen ihnen am Leben, wegen der Opfer, die sie gebracht haben. Sie verdienen es, hier zu sein."

Das IOC sieht in dem Helm einen Verstoß gegen die Olympische Charta, die Meinungsäußerungen unter anderem auf dem Spielfeld ("field of play") untersagt. Es gehe dabei nicht bloß um politische Botschaften, "es geht um jede Form einer Message", sagte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die im Verlauf eines ZDF-Interviews nach der Entscheidung Tränen nicht zurückhalten konnte. Kern des Falls sei "nicht die Botschaft selbst, sondern der Ort, an dem er sie zum Ausdruck bringen wollte", hatte das IOC wissen lassen. Als Kompromiss wurde Heraskewytsch angeboten, mit einer schwarzen Armbinde als Zeichen der Trauer zu starten.

Der Ukrainer zeigte sich "tief enttäuscht. Ich habe keine Regeln verletzt", sagte er und verwies erneut auf andere Sportler, die ebenfalls auf der Olympia-Bühne an Verstorbene erinnert hatten. Er sehe daher eine "ungleiche Behandlung", die Entscheidung des IOC bediene letztlich "russische Narrative und ist ein riesiger Fehler. Heute haben wir den Preis für unsere Würde bezahlt."

T.Ward--TNT

Empfohlen

Türkei: Schiedsrichter-Chef in Untersuchungshaft

Der türkische Schiedsrichter-Chef Ferhat Gündogdu ist im Rahmen einer Korruptionsermittlung von einem Gericht in Untersuchungshaft genommen worden. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag.

"Kalender ist bestätigt": Formel 1 will Finale in Abu Dhabi

Die Formel 1 will ihre finalen Saisonrennen trotz des Konflikts in der Region weiterhin am Persischen Golf austragen. Das bekräftigte CEO Stefano Domenicali am Samstag im Gespräch mit Sky Sport Italia. "Wie wir bereits gesagt haben, ist der Kalender bestätigt: Die letzten beiden Grands Prix werden die in Katar und Abu Dhabi sein", sagte Domenicali auf entsprechende Nachfrage: "Das ist die Richtung, die wir auf Basis der Informationen und der Zusicherungen - die wir absolut benötigen - eingeschlagen haben. Es ist die Strategie, die wir bis zum Jahresende verfolgen werden."

Antonelli gewinnt Qualifying-Generalprobe

WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli hat rechtzeitig vor dem Qualifying der Formel 1 in Malaysia sein Tempo gefunden und scheint bereit für den Angriff seines Teamkollegen George Russell. Antonelli drehte im dritten freien Training am Samstag in 1:36,302 Minuten die mit Abstand schnellste Runde, Russell lag im anderen Mercedes als Vierter sechs Zehntelsekunden zurück. Erstmals am Rennwochenende in Sepang ließ Antonelli damit den Engländer hinter sich, der durch seinen Sieg zuletzt in Baku wieder auf ein Comeback im Titelkampf hoffen darf. Sein Rückstand beträgt allerdings noch 66 WM-Punkte.

NHL: Peterka mit Siegtor, Seider mit Fehlstart

Eishockey-Nationalspieler John-Jason Peterka hat mit seinem zweiten Saisontor in der NHL im zweiten Spiel seinem neuen Trainer Marco Sturm den zweiten Sieg beschert. Der Vizeweltmeister von 2023 erzielte in der Verlängerung das 4:3 für die Boston Bruins bei den Winnipeg Jets. Dagegen erwischte Moritz Seider mit den Detroit Red Wings beim 0:2 gegen die New York Rangers einen Fehlstart.

Textgröße ändern: