The National Times - Klingbeil mit Klartext: Boykott-Debatte ist "Quatsch"

Klingbeil mit Klartext: Boykott-Debatte ist "Quatsch"


Klingbeil mit Klartext: Boykott-Debatte ist "Quatsch"
Klingbeil mit Klartext: Boykott-Debatte ist "Quatsch" / Foto: © IMAGO/SID

Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat die ablehnende Haltung der Bundesregierung mit Blick auf einen möglichen Boykott der Fußball-WM unterstrichen. "Ich halte die Debatte wirklich für Quatsch und ich muss das auch so deutlich sagen. Ich finde, bei allen politischen Auseinandersetzungen, die man mit den USA hat, halte ich einen WM-Boykott für eine vollkommen falsche Debatte", sagte der Bundesfinanzminister der Bild am Sonntag.

Textgröße ändern:

Klingbeil führte aus, dass durch ein Fernbleiben von dem Turnier im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) den Spielern "etwas aufgedrückt" würde, "was wir eigentlich in der Politik lösen müssen und nicht auf dem Rücken der Sportler austragen sollten". In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hatte Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, zuletzt bereits betont, dass der Sport nicht für die Gestaltung außenpolitischer Beziehungen wie zu den USA instrumentalisiert werden dürfe.

Die aggressive Politik von US-Präsident Donald Trump unter anderem mit Blick auf Grönland und auch die Eskalation bei den Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE nährten in den vergangenen Wochen die Debatte. Mehrere EU-Abgeordnete forderten dem Spiegel zufolge in einem Schreiben eine klare Positionierung der Europäischen Fußball-Union (UEFA), die am Donnerstag zu ihrem Kongress zusammenkommt, zur Situation in den USA. Die UEFA solle Diskussionen über mögliche Konsequenzen unterstützen, "einschließlich koordinierter Boykotte oder anderer Maßnahmen", hieß es.

Nach einem Vorstoß und der Anregung einer Debatte durch DFB-Vize Oke Göttlich hatte sich das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) jüngst klar gegen einen WM-Boykott positioniert. Ein Fernbleiben sei "derzeit kein Thema", schrieb der Verband. "Wir glauben an die verbindende Kraft des Sports und an die weltweite Wirkung, die eine Fußball-Weltmeisterschaft entfalten kann. Unser Ziel ist es, diese positive Kraft zu stärken - nicht sie zu verhindern."

P.Johnston--TNT

Empfohlen

Formel 1: Verstappen holt die Pole Position in Malaysia

Max Verstappen hat die Pole Position für den Grand Prix in Malaysia erobert und greift nach seinem ersten Sieg in dieser Saison. Vor dem 16. Saisonrennen in Sepang drehte der Red-Bull-Pilot die schnellste Runde, erstmals seit dem Saisonfinale 2025 steht er damit auf dem ersten Startplatz. Verstappen verwies Lewis Hamilton im Ferrari und seinen Red-Bull-Kollegen Isack Hadjar auf die Positionen zwei und drei.

Zverev auf dem Weg zur Nummer eins: Sinner sagt für Shanghai ab

Die Chancen von Alexander Zverev auf den Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste steigen gewaltig: Wegen anhaltender Knieprobleme hat Jannik Sinner auch seine Teilnahme am ATP-Masters in Shanghai (ab 7. Oktober) abgesagt. Das gab der derzeit im Ranking führende Italiener am Samstag in den Sozialen Medien bekannt.

Türkei: Schiedsrichter-Chef in Untersuchungshaft

Der türkische Schiedsrichter-Chef Ferhat Gündogdu ist im Rahmen einer Korruptionsermittlung von einem Gericht in Untersuchungshaft genommen worden. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag.

"Kalender ist bestätigt": Formel 1 will Finale in Abu Dhabi

Die Formel 1 will ihre finalen Saisonrennen trotz des Konflikts in der Region weiterhin am Persischen Golf austragen. Das bekräftigte CEO Stefano Domenicali am Samstag im Gespräch mit Sky Sport Italia. "Wie wir bereits gesagt haben, ist der Kalender bestätigt: Die letzten beiden Grands Prix werden die in Katar und Abu Dhabi sein", sagte Domenicali auf entsprechende Nachfrage: "Das ist die Richtung, die wir auf Basis der Informationen und der Zusicherungen - die wir absolut benötigen - eingeschlagen haben. Es ist die Strategie, die wir bis zum Jahresende verfolgen werden."

Textgröße ändern: