The National Times - Magdeburg siegt im Spitzenspiel - Berlin bleibt im Titelrennen

Magdeburg siegt im Spitzenspiel - Berlin bleibt im Titelrennen


Magdeburg siegt im Spitzenspiel - Berlin bleibt im Titelrennen
Magdeburg siegt im Spitzenspiel - Berlin bleibt im Titelrennen / Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/SID

Die Siegesserie der SG Flensburg-Handewitt in der Handball-Bundesliga ist gerissen, die Tabellenführung an den SC Magdeburg verloren. Nach neun Erfolgen nacheinander unterlag der dreimalige deutsche Meister im Spitzenspiel dem Champions-League-Sieger mit 31:35 (17:15) und rutschte nach der ersten Saisonniederlage auf den zweiten Platz ab.

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Die Füchse Berlin bleiben nach einem Kraftakt im Titelrennen. Im Duell der Verfolger gegen Pokalsieger THW Kiel siegte der Meister mit 32:29 (16:14) - keine 48 Stunden nach dem Champions-League-Spiel in Lissabon (38:37). Die Füchse zogen an den punktgleichen Kielern, die erst zum zweiten Mal verloren, vorbei auf Platz drei.

In der "Hölle Nord" war Gisli Thorgeir Kristjansson mit neun Toren der Matchwinner für Magdeburg, nun die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Liga. Für Flensburg trafen Simon Pytlick und Marko Grgic je siebenmal. Nach einer packenden ersten Hälfte mit Führungswechseln gingen die Gastgeber mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause. Doch der SCM legte direkt nach Wiederbeginn einen 5:1-Lauf hin und übernahm die Führung, die er mit starker Trefferquote ausbaute.

"Es war eine fantastische Leistung eigentlich über das ganze Spiel", sagte Kristjansson bei Dyn, "in der ersten Halbzeit täuscht das Ergebnis, da ging bei ihnen jeder rein. Wir mussten einfach ruhig bleiben und unser Spiel spielen."

Vor 9000 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle war Tim Freihöfer mit zehn Toren, noch vor dem dänischen Welthandballer Mathias Gidsel (acht), der beste Werfer für den Hauptstadtklub, der bereits drei Niederlagen auf dem Konto hat - so viele wie in der gesamten Meistersaison. Für die Gäste war Elias Ellefsen á Skipagötu zwölfmal erfolgreich.

"In der zweiten Halbzeit war der Tank leer", gab Gidsel in der ARD zu, "das war nicht schön, aber wir haben es geschafft. Wir haben von den Zuschauern Energie bekommen." THW-Trainer Filip Jicha klagte: "Wir haben uns zurückgekämpft und hatten die Chancen in den letzten Minuten. Aber wir haben zu viele Bälle liegen gelassen."

Den Füchsen war keine Müdigkeit anzumerken, sie legten einen starken Start hin und warfen schon zur Hälfte der ersten Halbzeit eine Vier-Tore-Führung heraus, die Gidsel mit seinem fünften Treffer des Spiels sogar auf 14:8 ausbaute (22.). Da war Nationaltorwart Andreas Wolff schon entnervt aus dem Kieler Tor geflüchtet. Doch sein Team, deutlich ausgeruhter, kämpfte sich bis zur Pause auf 14:16 heran. Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber zunächst eine höhere Trefferquote, doch dann schmolz der Vorsprung, Ellefsen á Skipagötu traf zum 27:27-Ausgleich (53.). Berlin hatte aber den längeren Atem: Gidsel sorgte 19 Sekunden vor Schluss für den Endstand.

Q.Marshall--TNT

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