The National Times - Agyekum starker Sechster - Benjamin wird Weltmeister

Agyekum starker Sechster - Benjamin wird Weltmeister


Agyekum starker Sechster - Benjamin wird Weltmeister
Agyekum starker Sechster - Benjamin wird Weltmeister / Foto: © IMAGO / Eibner/SID

Emil Agyekum ist bei der Leichtathletik-WM über 400 m Hürden beim Triumph von Rai Benjamin auf einen starken sechsten Platz gerannt. Der Berliner lief in Tokio erneut ein couragiertes Rennen und kam nach 47,98 Sekunden ins Ziel. Im Halbfinale hatte Agyekum in 47,83 Sekunden eine persönliche Bestzeit aufgestellt und war damit auf Platz zwei der ewigen deutschen Bestenliste hinter Harald Schmid (47,48) gelaufen.

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Gold ging wie bei Olympia in Paris nach 46,52 Sekunden an Benjamin. Der US-Amerikaner musste aber kurz zittern, weil er unmittelbar nach dem Rennen zunächst disqualifiziert, dann aber doch noch als Weltmeister bestätigt wurde. Silber sicherte sich der Brasilianer Alison dos Santos (46,84), Dritter wurde überraschend Abderrahman Samba aus Katar (47,06). Damit ging Titelverteidiger und Weltrekordhalter Karsten Warholm sensationell leer aus.

Der Norweger, der vor vier Jahren bei seinem Olympiatriumph in Tokio mit seinen 45,94 Sekunden für Furore gesorgt hatte, landete nach 47,58 Sekunden nur auf Platz fünf - dabei hatte Warholm eigentlich seinen insgesamt vierten WM-Titel angepeilt. Stattdessen holte Benjamin nach zwei Mal Silber und ein Mal Bronze endlich sein erstes WM-Gold.

"Ich weiß selber noch nicht ganz, was das bedeutet. Ich habe für mich ein neues Level erreicht", sagte Agyekum in der ARD: "Ich habe mein Bestes gegeben und bin super stolz auf mich."

Bei den Frauen war in Abwesenheit von Weltrekordlerin Sydney McLaughlin-Levrone (USA) Topfavoritin Femke Bol nicht zu schlagen. Die Niederländerin verteidigte ihren Titel mit neuer Jahresweltbestleistung von 51,54 Sekunden und setzte sich damit gegen Jasmine Jones (52,08/USA) und Emma Zapletalova (53,00/Slowakei) durch.

McLaughlin-Levrone hatte sich in Tokio auf die 400 m ohne Hürden konzentriert und bei ihrem Lauf zu Gold am Donnerstag mit 47,78 Sekunden den Uralt-Weltrekord von DDR-Sprinterin Marita Koch nur um 18 Hundertstelsekunden verpasst.

T.Bennett--TNT

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