The National Times - Erster Titel, aber koan Woltemade: Bayern holt den Supercup

Erster Titel, aber koan Woltemade: Bayern holt den Supercup


Erster Titel, aber koan Woltemade: Bayern holt den Supercup
Erster Titel, aber koan Woltemade: Bayern holt den Supercup / Foto: © SID

Titelpremiere in der neuen Saison ja, Woltemade-Wechsel nein: Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München hat beim Franz Beckenbauer-Supercup triumphiert, den Kampf um Wunschspieler Nick Woltemade aber verloren. Das Team von Trainer Vincent Kompany feierte bei DFB-Pokalsieger VfB Stuttgart einen 2:1 (1:0)-Sieg und sicherte den Münchnern zum elften Mal den Titel. Doch schon vor dem Spiel musste der FCB eine herbe Niederlage verkraften, die Schwaben setzten den Spekulationen um einen Wechsel von DFB-Stürmer Woltemade ein jähes Ende.

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"Wir beschäftigen uns mit dem Thema ab sofort nicht mehr", sagte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth bei Sat.1. Für Frustbewältigung sorgten die Bayern aber schon bald, Stürmerstar Harry Kane schoss seine Mannschaft in der 18. Minute in Führung. Neuzugang Luis Díaz machte dann per Kopf alles klar (76.). Jamie Leweling (90.+3) gelang noch der späte Anschlusstreffer, Woltemade hingegen hatte kein Glück.

Die Causa um seinen angepeilten Wechsel nach München hatte im Vorfeld alles bestimmt. Unter der Woche blieb der VfB weiter stur und lehnte eine neuerliche, verbesserte Offerte der Bayern in Höhe von rund 64 Millionen Euro ab. Kurz vor dem Anstoß war mit allen Spekulationen Schluss, auch Klubboss Alexander Wehrle wurde deutlich.

"Nick Woltemade spielt nächste Saison beim VfB Stuttgart, die Akte ist geschlossen", sagte er bei Sky. Die Bayern seien informiert, gemeinsam mit Woltemade sollen nun die sportlichen Ziele erreicht werden. Die Bayern wollten derweil der Anfang 2024 verstorbenen Legende Franz Beckenbauer die Ehre erweisen. Dass der Supercup nun seinen Namen trägt, sei "für uns alle beim FC Bayern nochmal ein besonderer Anreiz", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bei t-online.

Unter den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler legten sie wohl auch deshalb besonders druckvoll los. Erste Gefahr strahlten Nationalspieler Leon Goretzka (4.), Michael Olise (9.) und Serge Gnabry (15.) aus. Ihre Schüsse rauschten jedoch knapp am Tor von Fabian Bredlow, der den verletzten Alexander Nübel vertrat, vorbei. Die Stuttgarter konnten derweil nur wenig für Entlastung sorgen.

Gerade Woltemade hatte einen schweren Stand, weil ihm FCB-Innenverteidiger Dayot Upamecano in Manndeckung nahm. Auf der anderen Seite machte dann Luca Jaquez einen Fehler und legte Kane mit einem missglückten Klärungsversuch die Führung auf. Anschließend berappelte sich Stuttgart zwar, kam wegen mehrerer starker Paraden von Manuel Neuer aber nicht zum Ausgleich.

Auch bei den Bayern haperte es in der Folge an der Chancenverwertung. Konrad Laimer chippte leichtfertig drüber (25.), auch Olise verfehlte aus kurzer Distanz per Kopf (38.). Dennoch führte das Team von Trainer Vincent Kompany nach einer intensiven ersten Hälfte durchaus verdient.

Als die Teams wieder aus der Kabine kamen, sahen die 60.000 Zuschauer ein weiterhin rasantes und mit harten Zweikämpfen geführtes Spiel. Stuttgart kam besser rein, Nationalspieler Deniz Undav verpasste bei einem Freistoß aus aussichtsreicher Position aber den Ausgleich (49.). Auch danach war das Team von Trainer Sebastian Hoeneß in der Gefahrenzone zu ungenau, konnte sich aber hinten auf Bredlow verlassen.

Gegen Kane verhinderte er in der 62. Minute einen höheren Rückstand - das Spiel wurde wieder offener. Beinahe sorgte Woltemade dann für Ekstase auf den Rängen, aber auch er köpfte über das Tor (72.). Drei Minuten später zwang Jamie Leweling Neuer zu einer Glanzparade. Upamecano fälschte dessen Schuss gefährlich ab, doch dann kam der nächste Treffer der Bayern dank Díaz.

W.Baxter--TNT

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