The National Times - Tor in der Nachspielzeit: Schalke springt ans rettende Ufer

Tor in der Nachspielzeit: Schalke springt ans rettende Ufer


Tor in der Nachspielzeit: Schalke springt ans rettende Ufer
Tor in der Nachspielzeit: Schalke springt ans rettende Ufer / Foto: © FIRO/SID

Mit dem Rücken zur Wand ans rettende Ufer: Die leidenschaftlichen Abstiegskämpfer von Schalke 04 haben in höchster Not das nächste Last-Minute-Ausrufezeichen gesetzt. Eine Woche nach der späten Wiederauferstehung gegen Bremen legten die Königsblauen durch das immens wichtige 3:2 (1:0) beim Europacup-Kandidaten FSV Mainz 05 im Tabellenkeller vor und sprangen zumindest für eine Nacht auf Rang 14.

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Marius Bülter (26., 90.+12, Foulelfmeter) und Tom Krauß (60.) trafen zum verdienten Schalker Sieg, dem 700. in der Bundesliga - doch das Bangen geht weiter. Die Konkurrenz kann am Samstag zurückschlagen, dazu hat das Team von Trainer Thomas Reis ein hammerhartes Restprogramm mit Auswärtsspielen bei Bayern München und RB Leipzig. Für die Mainzer Europa-Ambitionen waren die Treffer von Leandro Barreiro (53.) und Aaron Martin (70.) zu wenig.

Das Umbiegen des Rückstands in der Vorwoche (2:1) habe "neue Kräfte freigesetzt", betonte Reis, der Sepp van den Berg und Cedric Brunner als frischen Abwehrkräften in der Startelf vertraute. Es gehe für Schalke "um sehr, sehr viel", warnte FSV-Coach Bo Svensson: "Die kämpfen um ihr Leben in der Liga."

Und genau so legten die Knappen auch los, Königsblau machte vor der Pause den deutlich besseren Eindruck. Torhüter Alexander Schwolow war gegen den Mainzer Karim Onisiwo (20.) zwar einmal gefordert, ansonsten ließ Schalke den zuletzt so formstarken FSV mit Kampf, Wille und Leidenschaft kaum zur Entfaltung kommen.

Stattdessen sorgten die Gäste für Gefahr - und die Belohnung folgte. Bülter tanzte Abwehrmann Andreas Hanche-Olsen mit mehreren Übersteigern aus, schob eiskalt ein und sorgte für eine Jubelexplosion bei den rund 10.000 S04-Anhängern in Mainz. Ein zweiter Treffer wäre nicht unverdient gewesen, Kenan Karaman traf aber nur den Pfosten (35.).

Schalke erwischte auch den besseren Start in die zweite Hälfte, Bülter (51.) aber ließ gegen FSV-Keeper Robin Zentner eine Riesenchance liegen. Das rächte sich: Die Mainzer, die in Wolfsburg (0:3) zuletzt erstmals nach zehn Spielen wieder verloren hatten, schlugen nach einer Ecke durch Barreiro zurück. Dominik Kohr (56.) hatte gar die schnelle Wende auf dem Fuß.

Mit großer Moral wehrten sich die Gäste gegen die Mainzer Drangphase. Angepeitscht von den euphorisierten Fans war es Krauß, der Schalke aus dem Nichts wieder in Führung brachte. Martin aber schlenzte einen Freistoß sehenswert zum erneuten Ausgleich ins Tor. Schalke spielte aber weiter mutig, der eingewechselte Sebastian Polter vergab aber aus kurzer Distanz (83.), auch Bülter scheiterte an Torhüter Zentner (90.+7). Dann erlöste er Königsblau per Elfmeter.

T.Ward--TNT

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