The National Times - "Ein schwarzer Tag": Mainzer Bayern-Bezwinger entzaubert

"Ein schwarzer Tag": Mainzer Bayern-Bezwinger entzaubert


"Ein schwarzer Tag": Mainzer Bayern-Bezwinger entzaubert
"Ein schwarzer Tag": Mainzer Bayern-Bezwinger entzaubert / Foto: © FIRO/SID

Bayern-Bezwinger Mainz 05 ist zurück im Bundesliga-Alltag. Die entzauberten Bayern-Bezwinger ließen die Köpfe hängen. Eine Woche nach dem Triumph über den deutschen Fußball-Rekordmeister ist der FSV Mainz 05 im grauen Bundesliga-Alltag so hart gelandet, wie es härter kaum geht: Ein 0:3 (0:3) beim VfL Wolfsburg bedeutete für Trainer Bo Svensson und seine Mannschaft eine ernüchternde erste Niederlage nach zehn Spielen mit mindestens einem Punkt.

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Derart uninspiriert, chancenlos und ungefährlich spielten die Mainzer am Sonntag, dass sogar ihr Twitter-Account schon lange vor dem Abpfiff aufgab: "Wir würden ja gerne irgendwas schreiben, aber es passiert nichts mehr. Nada, niente, nothing. Darum melden wir uns einfach mit dem Endstand wieder." So kam es dann auch.

Die Gastgeber immerhin feierten ihren ersten Dreier vor eigenem Publikum nach sechs Spielen ohne Sieg. VfL Wolfsburg Tabellensiebter, Mainz 05 Tabellenachter, beide in Schlagdistanz des Tabellensechsten Bayer Leverkusen und mit Hoffnung auf den Europapokal: Viel mehr gab es zu diesem Spiel auch nicht zu sagen. "Man hatte schon nach zehn Minuten das Gefühl, hier ist nichts zu holen", stellte der Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt fest. "Das war ein schwarzer Tag."

Die Norddeutschen starteten vor 23.817 Zuschauern wild entschlossen und wurden nach fünf Minuten belohnt. Nach einem sehenswerten No-Look-Pass von Mattias Svanberg war Jonas Wind aus sechs Metern Entfernung erfolgreich.

Der Däne war es auch, der in der 28. Minute nach einer flachen Hereingabe von Ridle Baku den Ball zum 3:0 über die Linie druckte. Eine Viertelstunde zuvor hatte Sebastiaan Bornauw per Kopfball den zweiten Wolfsburger Treffer erzielt. Bei allen drei Situationen wirkte die Mainzer Defensive überfordert.

Und auch erst nach dem dritten Gegentor ließ Mainz einen Hauch von Gegenwehr erkennen. Doch wirklich gefährlich wurde es für die Platzherren nur in der 37. Minute, Karim Onisiwo scheiterte im Eins-gegen-Eins-Duell an VfL-Torhüter Koen Casteels. Der Kapitän und seine Teamkollegen wurden mit Beifall in die Kabine verabschiedet.

Svensson reagierte in der Halbzeitpause und wechselte Anton Stach und Martin ein. Das Mainzer Aufbauspiel wirkte nun strukturierter, gefährlicher jedoch wurden die Aktionen nicht. Wolfsburg nutzte diese Spielphase, um nach einer laufintensiven ersten Halbzeit ein wenig Luft zu schöpfen.

Doch diese Kunstpause endete nach einer guten Stunde. Die Partie verlief wieder ausgeglichener. Zusätzliches Pech für die Gäste: Sie mussten ab der 65. Minute ohne ihren verletzten Kapitän Silvan Widmer auskommen, der mit einer Trage vom Platz gebracht wurde.

S.Arnold--TNT

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