The National Times - UEFA-Bericht: "Tiefe Narben" durch Corona

UEFA-Bericht: "Tiefe Narben" durch Corona


UEFA-Bericht: "Tiefe Narben" durch Corona
UEFA-Bericht: "Tiefe Narben" durch Corona / Foto: © SID

Der europäische Fußball hat auch im Jahr 2022 noch stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden müssen. Nach Einnahmeausfällen in Höhe von fast acht Milliarden Euro in den Jahren 2020 und 2021 werden die Verluste für das Jahr 2022 auf weitere 2,5 bis 3 Milliarden Euro geschätzt. Die geht aus dem aktuellen Bericht der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zur Klublizenzierung hervor.

Textgröße ändern:

Covid habe "zweifellos tiefe Narben hinterlassen", die nur "schwer zu heilen" seien, heißt es in der Analyse der Daten. Dennoch gebe es "ermutigende Zeichen". Das Interesse am europäischen Fußball sei "so hoch wie nie zuvor" – wie die rekordträchtigen Investitionen in Klubs sowie die beispiellose Höhe der von den Klubs für das Finanzjahr 2022 gemeldeten Einnahmen unmissverständlich zeigen würden.

Das erhobene Datenmaterial geht von 4,1 Prozent höheren Einnahmen in 2022 aus als vor der Pandemie. Dies geht vor allem auf deutlich erhöhte Sponsoringerlöse zurück. Einnahmen von Ausrüstern stiegen um zwölf Prozent, Merchandising-Einnahmen um 17 und Einnahmen durch Hauptsponsoren liegen 22 Prozent über dem Niveau von vor der Pandemie.

Auch die Einnahmen aus dem Ticketverkauf sind auf 93 Prozent des Niveaus vor der Pandemie zurückgekehrt. Die Spielergehälter, die 54 Prozent der Einnahmen absorbieren, schnellten übrigens um 16 Prozent in die Höhe.

Für UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ist das Ergebnis der Analyse der Finanzdaten von über 700 Klubs "ein echter Beweis für die Robustheit und Widerstandsfähigkeit unseres Sports. Der diesjährige Bericht zeigt anschaulich, wie schnell sich der europäische Fußball von beispiellosen Bedrohungen erholt und gleichzeitig für Fans, Investoren und Sponsoren so attraktiv wie eh und je bleibt". Man freue sich, dass die Einnahmen der Erstligaklubs nun wieder höher sind als vor der Pandemie.

Die UEFA und ihre Mitgliedsverbände müssten nun "wachsam bleiben und die Regeln der finanziellen Nachhaltigkeit auf europäischer und nationaler Ebene strikt umsetzen", so Ceferin. Dafür soll auch die Reform des Financial Fair Play (FFP) sorgen.

Das oftmals unzureichend umgesetzte FFP wird seit Sommer 2022 durch die Nachfolgeregelung der "Financial Sustainability" (finanzielle Nachhaltigkeit) ersetzt. Demnach dürfen die Klubs nicht mehr als 70 Prozent ihrer Einnahmen für Transfers, Gehälter und Beraterhonorare ausgeben.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Trotz Leistungseinbruch: Alcaraz beendet Final-Durststrecke

Trotz eines heftigen Leistungseinbruchs hat Tennisstar Carlos Alcaraz seine Durststrecke beendet und das erste Finale auf der ATP-Tour seit knapp einem halben Jahr erreicht. Der im Frühling und Sommer unter gesundheitlichen Problemen leidende 23-Jährige setzte sich im Duell mit seinem spanischen Landsmann Jaume Munar beim Hartplatzturnier in Tokio im Halbfinale mit 5:7, 6:3, 6:1 durch. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion kämpfte sich dabei von einem Einbruch zum Ende des ersten Satzes zurück.

Außenbandriss: Gwinn fällt mehrere Wochen aus

Fußball-Nationalspielerin Giulia Gwinn muss wegen einer Sprunggelenksverletzung mehrere Wochen pausieren. Die Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft hat laut FC Bayern einen Außenbandriss im linken Knöchel erlitten, wie der Double-Gewinner am Montag mitteilte.

Nach Dämpfer: Zverev fehlen weiter über 1000 Punkte auf Sinner

US-Open-Sieger Alexander Zverev hat auf der Jagd nach dem ersten Platz in der Tennis-Weltrangliste einen Dämpfer kassiert, die Erfüllung seines Traums aber noch immer vor Augen. In der aktuellen Weltrangliste vom Montag kommt Zverev auf 9720 Punkte - von Jannik Sinner (11.000 Punkte) trennen ihn damit noch 1280 Zähler. Durch das Viertelfinalaus gegen Novak Djokovic in Peking verpasste es Zverev, sich noch näher an den italienischen Branchenführer heranzupirschen.

"Formel Farce": Pressestimmen zum Großen Preis in Malaysia

Max Verstappen gewann erstmals seit 301 Tagen, Kimi Antonelli ist dem WM-Titel ganz nah - ein ganz großes Thema nach dem Rennen der Formel 1 in Malaysia waren für die internationalen Medien aber auch die Antriebsprobleme im Regen. Auf der Formationsrunde kamen zahlreiche Autos wegen eines Softwarefehlers kaum vom Fleck. Die englische Daily Mail etwa beschrieb "eine der peinlichsten Episoden dieses Sports", der Telegraph sah "groteske Szenen".

Textgröße ändern: