The National Times - SPD kritisiert Vorgehen der Union in Debatte über allgemeine Impfpflicht

SPD kritisiert Vorgehen der Union in Debatte über allgemeine Impfpflicht


SPD kritisiert Vorgehen der Union in Debatte über allgemeine Impfpflicht
SPD kritisiert Vorgehen der Union in Debatte über allgemeine Impfpflicht

Die SPD hat das Vorgehen der CDU/CSU in der Debatte über eine allgemeinen Corona-Impfpflicht scharf kritisiert. "Die Union muss sich entscheiden: Fundamentalopposition um jeden Preis oder gemeinsam die Pandemie bekämpfen", sagte Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Sie bezog sich damit auf die ablehnende Reaktion der Union auf eine Gesprächsangebot, das SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich unterbreitet hatte.

Textgröße ändern:

Der Unions-Gesundheitspolitiker Tino Sorge (CDU) hatte mit Blick auf Mützenichs Offerte gesagt, die entscheidenden Gespräche würden "nicht auf Einladung der SPD geführt - sondern in exakt dem parlamentarischen Verfahren, das die SPD monatelang und vehement eingefordert hat".

Die SPD-Politikerin Mast kritisierte auch den Unions-Vorschlag zur Impfpflicht in der Sache. Die CDU/CSU hat einen Antrag vorgelegt, der eine nach Alters- oder Berufsgruppen gestaffelte Impfpflicht vorsieht, die aber erst durch einen gesonderten Bundestagsbeschluss aktiviert werden soll. "Es muss darum gehen, vor die nächste Welle zu kommen. Genau das schafft der Antrag der Union nicht", sagte Mast AFP. "Wenn eine neue Virusmutation kommt, müssen alle schon geimpft sein. Dann erst mit dem Impfen anzufangen, ist viel zu spät."

In der SPD gibt es große Unterstützung für den Gruppenantrag, der eine allgemeine Impfpflicht ab 18 vorsieht. Ein alternatives Konzept sieht eine Beratungspflicht mit anschließender Impfpflicht ab 50 vor. Dieser Antrag einer Gruppe um den FDP-Abgeordneten Andre Ullmann ist noch nicht fertig, deshalb wird über die Vorlagen voraussichtlich noch nicht in dieser Woche erstmals im Bundestag debattiert. Ein weiterer Antrag von FDP-Vize Wolfgang Kubicki sieht den Verzicht auf die Impfpflicht vor.

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Bericht: Fast jeder zweite Rentner muss Steuern nachzahlen

Fast jeder zweite Rentner in Deutschland muss nach der Steuererklärung Geld an das Finanzamt überweisen. Einer Auswertung des Steuererklärungsanbieters smartsteuer zufolge, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben) vorlag, mussten rund 41 Prozent der ausgewerteten Rentner Steuern nachzahlen. Im Durchschnitt waren 1326 Euro fällig. In der Hälfte aller Fälle lag die Nachzahlung allerdings bei höchstens 499 Euro.

Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten nominieren neuen Kandidaten für Senatssitz

Die Demokratische Partei im US-Bundesstaat Maine hat einen neuen Senatskandidaten bestimmt, nachdem sich der ursprüngliche Kandidat Graham Platner nach Vergewaltigungsvorwürfen aus dem Rennen zurückgezogen hatte. Die Delegierten auf einem Nominierungsparteitag stimmten am Samstag (Ortszeit) für den früheren Präsidenten des Senats von Maine, Troy Jackson. Er soll nun gegen die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins antreten.

Bolsonaro-Sohn Flávio zum Präsidentschaftskandidaten in Brasilien gekürt

Der Sohn von Brasiliens ultrarechtem Ex-Staatschef Jair Bolsonaro, Flávio Bolsonaro, ist offiziell zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Oktober gekürt worden. Der Senator wurde am Samstag beim Parteitag seiner rechtsgerichteten Liberalen Partei in São Paulo zum Herausforderer des linken Amtsinhabers Luiz Inácio Lula da Silva ernannt. "Hier fließt das Blut von Bolsonaro", sagte der 45-Jährige und schlug sich dabei auf den Arm.

Mindestens 20 Tote bei gegenseitigen Angriffen Russlands und der Ukraine

Bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russlands sind in beiden Ländern insgesamt mindestens 20 Menschen getötet worden. Russische Behörden meldeten am Samstag zwölf Tote im russisch besetzten Teil Saporischschjas sowie drei weitere Tote in anderen Regionen. Von ukrainischer Seite wurden insgesamt fünf Todesopfer gemeldet. Die Ukraine griff zudem eine Ölraffinerie in Sibirien an. Derweil rief Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew Kremlchef Wladimir Putin zu einem Stopp der Kämpfe auf.

Textgröße ändern: