The National Times - Dutzende versammeln sich zum Ende der Trauerzeit am Grab von Mahsa Amini im Iran

Dutzende versammeln sich zum Ende der Trauerzeit am Grab von Mahsa Amini im Iran


Dutzende versammeln sich zum Ende der Trauerzeit am Grab von Mahsa Amini im Iran
Dutzende versammeln sich zum Ende der Trauerzeit am Grab von Mahsa Amini im Iran / Foto: © AFP

Zum Ende der 40-tägigen Trauerzeit haben sich im Iran dutzende Menschen am Grab der Kurdin Mahsa Amini versammelt. Zahlreiche Männer und Frauen skandierten am Mittwoch auf dem Aitchi-Friedhof in Aminis Heimatstadt Saghes in der westlichen Provinz Kurdistan "Frau, Leben, Freiheit" und "Tod dem Diktator", wie online verbreitete Videos zeigten.

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Aktivisten zufolge hatten Sicherheitskräfte Aminis Familie zuvor gedroht, dass sie "um das Leben ihres Sohnes fürchten" müsse, wenn auf dem Friedhof eine Zeremonie abgehalten werde. Von der in Norwegen ansässigen Menschenrechtsorganisation Hengaw geteilte Bilder zeigten eine starke Polizeipräsenz in Saghes, Sicherheitskräfte hatten versucht, den Zugang zur Stadt abzuriegeln. Dennoch gelang es dutzenden Menschen, in Autos und auf Motorrädern in die Stadt zu gelangen, einige kamen zu Fuß.

Auf einem weiteren im Internet geteilten Video, das zunächst nicht von unabhängiger Stelle geprüft werden konnte, waren die Rufe "Kurdistan, Kurdistan, der Friedhof der Faschisten" zu hören.

"Die Städte Sanandadsch, Saghes, Divandarreh, Mariwan und Kamjaran in der Provinz Kurdistan befinden sich im Generalstreik", erklärte Hengaw im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Menschenrechtsorganisation zufolge waren auch der frühere Herta-BSC-Spieler Ali Daei sowie der Fußballspieler Hamed Lak nach Saghes gereist, um an der Beerdigung teilzunehmen. Daei hatte nach seiner Einreise in den Iran vorübergehend seinen Pass abgeben müssen, da er die Protestbewegung online unterstützt hatte.

Am Mittwoch sind 40 Tage seit dem Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini verstrichen - damit ist die traditionelle Trauerzeit im Iran zu Ende. Seit ihrem Tod reißen die Proteste gegen die iranische Regierung nicht ab.

Amini war am 16. September in Teheran gestorben, nachdem sie dort drei Tage zuvor von der Sittenpolizei wegen des Vorwurfs festgenommen wurde, ihr Kopftuch nicht den Vorschriften entsprechend getragen zu haben. Aktivisten beschuldigen die Behörden, Amini misshandelt zu haben.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) wurden bei den Protesten und dem gewaltsamen Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte landesweit bisher mindestens 141 Demonstrierende getötet.

C.Bell--TNT

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