The National Times - Dresden gedenkt der Zerstörung der Stadt vor 77 Jahren

Dresden gedenkt der Zerstörung der Stadt vor 77 Jahren


Dresden gedenkt der Zerstörung der Stadt vor 77 Jahren
Dresden gedenkt der Zerstörung der Stadt vor 77 Jahren

Mit Kranzniederlegungen, Gedenkkonzerten und Kerzen ist in Dresden an die Zerstörung der Stadt vor 77 Jahren erinnert worden. Dresdner Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am Sonntag an mehreren Gedenkorten, um der Opfer der Bombardierung und aller Toten des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Zu den zentralen Erinnerungsorten gehört neben dem Heidefriedhof, wo viele Opfer der Luftangriffe begraben sind, auch die im Krieg zerstörte und später wieder aufgebaute Frauenkirche.

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An einer Kranzniederlegung auf dem Nordfriedhof nahmen am Sonntagvormittag unter anderem Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sowie Vertreter der Landesregierung teil. Mit einer Menschenkette sollte am Sonntagabend ein Zeichen für Frieden, Versöhnung und Toleranz gesetzt werden. Im vergangenen Jahr gab es wegen der Corona-Pandemie nur eine virtuelle Menschenkette. Diesmal wollten sich rund 3000 Bürgerinnen und Bürger - pandemiebedingt mit Abstand - in die mehrere Kilometer lange Menschenkette in der Altstadt einreihen - auch um ein Zeichen gegen Hass, Gewalt und Rechtsextremismus zu setzen.

In der Vergangenheit versuchten Rechtsextremisten immer wieder, den Jahrestag der Zerstörung Dresdens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Aufgrund der starken Gegenproteste wurden größere Neonaziaufmärsche rund um den 13. Februar in den vergangenen Jahren verhindert.

Auch in diesem Jahr war die Polizei wegen verschiedenster Demonstrationen im Großeinsatz. Am Sonntagmittag versammelten sich nach Polizeiangaben mehrere hundert Rechtsextremisten am Bahnhof Mitte zu einem Aufzug. Auf der anderen Seite gab es zahlreiche Gegenproteste des bürgerlichen und linken Spektrums mit ebenfalls mehreren hundert Teilnehmenden. Laut Polizei blieb zunächst alles friedlich.

Im Vorfeld hatte die Polizei betont, die Versammlungsfreiheit all jener zu gewährleisten, "die sich friedlich und gewaltfrei versammeln". Für Gegendemonstranten werde ein "Protest in Hör- und Sichtweite" abgesichert.

Bei den Luftangriffen alliierter Bomber auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 wurden etwa 25.000 Menschen getötet. Weite Teile der historischen Altstadt wurden zerstört.

Daran sollte im Laufe des Tages unter anderem auch mit einer Mahnwache der Initiative Omas gegen Rechts und einem ökumenischen Friedensgottesdienst in der Kirchen gedacht werden. Beim Schließen der Menschenkette am Abend sollten die Glocken aller Kirchen in der Stadt für zehn Minuten läuten. Zum stillen Gedenken konnten die Menschen an der Frauenkirche Kerzen entzünden.

F.Morgan--TNT

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