The National Times - USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an


USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an
USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an / Foto: © AFP

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

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Das Büro von US-First-Lady Melania Trump erklärte, die Präsidentengattin habe "erfolgreich eine Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine bewirkt, die auf die Stadt Oleschky begrenzt ist". Diese solle ab dem kommenden Donnerstag gelten.

Russland kündigte allerdings an, bereits am Dienstag die Waffen ruhen zu lassen. Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow erklärte im Onlinedienst Max, die russische Armee werde ab Dienstag um 04.00 Uhr Moskauer Zeit (02.00 Uhr MEZ) eine Waffenruhe im Rahmen der "humanitären Operation" in der Umgebung von Oleschky einhalten.

Die ukrainische Armee erklärte ihrerseits, sie werde die Entscheidung von Präsident Wolodymyr Selenskyj zur Durchführung einer humanitären Mission in Oleschky umsetzen. Entsprechende Befehle würden an die Truppen weitergegeben, teilte der Generalstab im Onlinedienst Telegram mit. Eine Waffenruhe erwähnte die ukrainische Armee dabei nicht ausdrücklich.

Melania Trump bezeichnete Oleschky als eine Stadt "am Rande einer Katastrophe". Ohne ihren persönlichen Einsatz bei der russischen und ukrainischen Führung hätte keine Chance bestanden, den Menschen zu helfen. US-Präsident Donald Trump lobte die Initiative seiner Frau. "Sie will Kinder retten", sagte er vor Reportern im Weißen Haus.

Auch Kreml-Sprecher Dmitri Peskow würdigte die Bemühungen der First Lady. Sie habe "einen bedeutenden Beitrag zur Koordinierung des humanitären Einsatzes geleistet", erklärte er in Moskau.

Oleschky liegt am Ufer des Dnjepr in der südukrainischen Region Cherson. Russland hatte die Stadt 2022 erobert. Sie ist durch die Kämpfe schwer beschädigt. Von ursprünglich rund 24.000 Einwohnern sollen sich dort noch 1700 bis 2000 Menschen aufhalten. Nach Angaben des Weißen Hauses handelt es sich überwiegend um ältere Menschen sowie rund 50 Kinder.

Im Rahmen der geplanten humanitären Mission sollen zivile Vertreter Russlands und der Ukraine die Lage vor Ort bewerten. Einwohner, die Oleschky verlassen wollen, sollen Unterstützung erhalten und an einen Zielort ihrer Wahl gebracht werden. Melania Trump erklärte, sie gehe davon aus, dass einige Menschen nach Russland und andere in die Ukraine reisen wollten. Eine nicht näher bezeichnete "unparteiische amerikanische Medienorganisation" solle den Einsatz dokumentieren.

Bereits Mitte Oktober hatte sich Papst Leo XIV. in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für eine Waffenruhe in Oleschky eingesetzt. Diese solle die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung ermöglichen, erklärte der Vatikan.

Unterdessen kündigte der Kreml für die erste Novemberhälfte direkte Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern unter US-Vermittlung in Abu Dhabi an. Der ukrainische Präsident Selenskyj bestätigte die Pläne am Freitag im Onlinedienst X. "Jetzt müssen wir uns alle darauf konzentrieren, dass diese Treffen stattfinden – gemeinsam mit Amerika, Europa und all unseren Partnern", erklärte er. Zuletzt hatten die drei Seiten im Februar ohne Fortschritte verhandelt.

F.Hughes--TNT

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