The National Times - Schweitzer will sich "mit aller Kraft" für Rentenreform einsetzen

Schweitzer will sich "mit aller Kraft" für Rentenreform einsetzen


Schweitzer will sich "mit aller Kraft" für Rentenreform einsetzen
Schweitzer will sich "mit aller Kraft" für Rentenreform einsetzen / Foto: © AFP

Der designierte Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) will "alles daran setzen", die Rentenreform zügig auf den Weg zu bringen. Es lägen Vorschläge auf dem Tisch, die "inhaltlich weiter diskutiert werden müssen", sagte er am Dienstag in Berlin an der Seite von Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil (SPD). "Aber am Ende brauchen wir auch Entscheidungen. Und diese Entscheidungen müssen dann auch in ein Gesetzgebungsverfahren fließen."

Textgröße ändern:

Er wolle sich "mit aller Kraft dafür einsetzen", die Reform umzusetzen. Sobald sich die Koalition auf alle noch offenen Fragen bei der Alterssicherung geeinigt habe, würden "zügig, aber gründlich" die entsprechenden Gesetzestexte auf den Weg gebracht. Schweitzer löst die SPD-Politikerin Bärbel Bas ab, die am Montag als Bundesministerin und Parteichefin zurückgetreten war. Ihr Haus erarbeitet die Rentenreform, bei der noch einige Punkte offen sind.

Schweitzer dankte Bas für ihre Arbeit und sagte, sie habe ihr Ministerium "hervorragend aufgestellt". Die dortigen Mitarbeitenden seien "sehr motiviert" und bekämen einen "genauso motivierten zukünftigen Minister". Schweitzer erhält am Nachmittag (17.00 Uhr) von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Ernennungsurkunde. Seine Vorgängerin Bas wird gleichzeitig entlassen.

Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident sagte weiter, er bringe "einiges an Erfahrung" für die Arbeit in einer Koalition mit. "Ich habe sie verhandelt, habe sie geführt, habe in ihnen gewirkt. Ich weiß, wie man in Koalitionen gut zusammenarbeitet." Ohnehin könne "so ein bisschen Rheinland-Pfalz in Berlin" nicht schaden, sagte er. "Wir wissen auch, wie man ordentlich miteinander umgeht."

Bas hatte ihren Rückzug mit der Trauer um ihre Stieftochter begründet, aber auch mit Angriffen auf sie, auch aus der Union. Sie war jüngst politisch unter Druck geraten, weil der Rentenentwurf und auch der abschließende Gesetzestext zur Arbeitsmarktflexibilisierung noch nicht vorliegen.

L.Graham--TNT

Empfohlen

SPD sucht nach Bas-Rücktritt neue Vorsitzende - Klingbeil legt sich nicht fest

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas läuft in der SPD die Debatte über eine Neubesetzung des Parteivorsitzes. Mehrere Namen kursierten am Dienstag, offizielle Bewerbungen gab es aber noch nicht. Auch der verbliebene Ko-Partei-Chef Lars Klingbeil ließ offen, ob er erneut für den Posten in der Doppelspitze kandidiert. Aus den Ländern kamen auch Rufe, Partei- und Ministeramt künftig zu trennen.

Schülerproteste in Frankreich: Landesweit zahlreiche Demonstrationen

Tausende von jungen Menschen sind in Frankreich am Dienstag erneut auf die Straße gegangen, um für bessere Lern- und Studienbedingungen zu demonstrieren. Am Vormittag unterstützte überraschend die schwedische Aktivistin Greta Thunberg in der Vorstadt Saint-Denis die Schülerproteste. An der Demonstration in Paris nahm auch der linkspopulistische Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon teil. Die französische Regierung wirft seiner Partei vor, die Proteste zu instrumentalisieren.

Gericht: Verbot von Brandenburger AfD-Wahlspot war rechtens

Das Verbot eines Wahlspots der AfD in Brandenburg aus dem Jahr 2024 ist einem Gerichtsurteil zufolge rechtens gewesen. Das Verwaltungsgericht Potsdam wies eine neuerliche Klage des AfD-Landesverbands am Montag ab, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte. Damit wurde eine Entscheidung vom Februar 2025 bestätigt. Damals hatte die AfD einen Eilantrag gegen das Verbot durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg gestellt.

Spanisches Königspaar besucht Exklave Ceuta in Nordafrika

Der spanische König Felipe VI. und Königin Letizia haben ihren Besuch der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika begonnen. Das spanische Königspaar begrüßte am Dienstag in Ceuta jubelnde Menschen, die teilweise spanische Fahnen schwenkten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangt, es gab dutzende Tote.

Textgröße ändern: