The National Times - USA ziehen nach verdächtigem Vorfall B-1-Bomber von britischem Militärstützpunkt ab

USA ziehen nach verdächtigem Vorfall B-1-Bomber von britischem Militärstützpunkt ab


USA ziehen nach verdächtigem Vorfall B-1-Bomber von britischem Militärstützpunkt ab
USA ziehen nach verdächtigem Vorfall B-1-Bomber von britischem Militärstützpunkt ab / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem verdächtigen Vorfall am britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford vor einer Woche haben die USA alle ihre dort stationierten B-1-Bomber abgezogen. Die Verlegung der Flugzeuge sei nach neuen Hinweisen auf ein vom Iran unterstütztes Komplott erfolgt, berichtete die "New York Times" am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Demnach habe sich die Lage in den vergangenen 24 Stunden zugespitzt. London erklärte dagegen, der Stützpunkt sei sicher.

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Das US-Verteidigungsministerium bestätigte am Sonntag, dass die US-Bomber vom Typ B-1, die bei Angriffen auf den Iran zum Einsatz gekommen waren, von Fairford zu US-Stützpunkten zurückgekehrt sind. Weiter erklärte das Pentagon, dass "die operative Sicherheit es nicht zuließ, die Verlegung (...) in Echtzeit zu bestätigen".

Auf den Abzug angesprochen sagte US-Außenminister Marco Rubio am Montag, die US-Behörden arbeiteten eng mit den Ermittlern in Großbritannien zusammen. US-Einrichtungen könnten "theoretisch jederzeit bedroht sein".

Ein US-Regierungsvertreter sagte dem Sender CNN, der Abzug sei wegen einer "neuen Bedrohung" erfolgt. Zwei weitere Regierungsvertreter sagten der "New York Times", die Behörden hätten zuletzt neue Hinweise auf eine vom Iran unterstützte Verschwörung erhalten. Die neuen Informationen seien Teil einer Warnung gewesen, die bereits vor drei Wochen aufgetaucht war. In den vergangenen 24 Stunden habe sich die Lage dann aber zugespitzt, weshalb der Abzug jetzt erfolgt sei.

Was am 27. September an dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford im Südwesten Englands passiert ist, ist weiterhin unklar. An dem Tag hatte ein Anwohner der britischen Polizei "verdächtige" Aktivitäten in der Nähe der Militärbasis gemeldet. Die Polizei entdeckte dort drei weiße Lieferwagen, die zwar keine Sprengstoffe enthielten, aber "eine gewisse Menge" Benzin. Britische Medien hatten deshalb über einen vereitelten Treibstoffdiebstahl spekuliert. Rubio hatte dagegen erklärt, ein "ausländischer Akteur" sei in den Vorfall verwickelt gewesen.

Ein Sprecher des britischen Premierministers Andy Burnham antwortete am Montag auf die Frage, ob der Standort sicher sei, mit "Ja". "Wir verfügen über bewährte Verfahren zum Schutz unserer Stützpunkte im ganzen Land und weltweit", sagte er. Burnham hatte vergangene Woche erklärt, es gebe "starke Hinweise" darauf, dass der Iran eine Rolle bei den Ereignissen gespielt habe. Die iranische Botschaft wies die Anschuldigungen dagegen "kategorisch" zurück.

Nach dem Vorfall waren zunächst fünf Briten vorübergehend festgenommen worden. Später wurde zudem ein britisch-iranischer Doppelstaatler "wegen des Verdachts der Vorbereitung terroristischer Handlungen" festgenommen, der mittlerweile ebenfalls wieder auf freiem Fuß ist.

S.Clarke--TNT

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