The National Times - Drei Jahre nach Hammerskins-Razzia: Geldstrafe wegen Waffenbesitzes

Drei Jahre nach Hammerskins-Razzia: Geldstrafe wegen Waffenbesitzes


Drei Jahre nach Hammerskins-Razzia: Geldstrafe wegen Waffenbesitzes
Drei Jahre nach Hammerskins-Razzia: Geldstrafe wegen Waffenbesitzes / Foto: © AFP/Archiv

Drei Jahre nach einer großangelegten Razzia bei Mitgliedern der rechtsextremen Gruppe Hammerskins ist ein Mann in Mecklenburg-Vorpommern zu einer Geldstrafe von 7000 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Wismar sprach Sven K. am Montag des unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen sowie des unerlaubten Besitzes von Waffen und Munition schuldig, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

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Die Waffen waren im Zuge der Durchsuchungen am 19. September 2023 gefunden worden, mit denen auch ein inzwischen gerichtlich wieder aufgehobenes Vereinsverbot einher ging. Insgesamt wurden die Wohnungen von Hammerskins-Mitgliedern in zehn Bundesländern durchsucht. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Feaser (SPD) sprach von einer "international agierenden Neonazivereinigung", die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung sowie gegen den Gedanken der Völkerverständigung richte.

Der nun verurteilte K. betreibt in der Ortschaft Jamel im Landkreis Nordwestmecklenburg ein Abrissunternehmen. Neonazis versuchen dort gezielt eine völkische Gemeinschaft nach eigenen ideologischen Vorstellungen aufzubauen. Als Gegenbewegung veranstaltet ein dort ebenfalls lebendes Ehepaar jährlich das überregional bekannte Sommerfest Jamel rockt den Förster. Dafür wurde es im vergangenen Jahr mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

Die Staatsanwaltschaft forderte in dem Verfahren gegen K. eine achtmonatige Bewährungsstrafe. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

E.Reid--TNT

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