The National Times - Sieben Bewohner in Kusra von Siedlern belagert – Berichte über Verletzte und Brände

Sieben Bewohner in Kusra von Siedlern belagert – Berichte über Verletzte und Brände


Sieben Bewohner in Kusra von Siedlern belagert – Berichte über Verletzte und Brände
Sieben Bewohner in Kusra von Siedlern belagert – Berichte über Verletzte und Brände

Zahlreiche israelische Siedler haben nach übereinstimmenden Berichten ein palästinensisches Haus in Kusra angegriffen. Über das Verhalten der israelischen Soldaten gibt es widersprüchliche Darstellungen.

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Im palästinensischen Dorf Kusra im Westjordanland ist es erneut zu Gewalt durch israelische Siedler gekommen. Die Ortschaft wird seit mehreren Wochen von radikalen Siedlern belagert. Nach Angaben der israelischen Armee drangen zahlreiche Angreifer in ein palästinensisches Haus ein, in dem sich auch Bewohner aufhielten.

Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, das Gebäude sei von den Angreifern umstellt und mit Steinen beworfen worden. In dem Haus hätten sich sieben Palästinenser befunden. Die Armee erklärte, Sicherheitskräfte hätten die Siedler aus dem Gebäude entfernt und die beteiligten Gruppen getrennt, um die Bewohner zu schützen.

Nach der Darstellung des Militärs wurden zudem Fahrzeuge der Siedler beschlagnahmt. Sie seien gemeinsam mit weiteren Beweismitteln der israelischen Polizei übergeben worden, die Ermittlungen gegen die Tatverdächtigen führen solle.

Palästinensische Medien und der Eigentümer des Hauses beschrieben den Einsatz anders. Luaj Bajrudi sagte, israelische Soldaten hätten die Siedler geschützt, Tränengas in das Haus geschossen und die Bewohner gefesselt, ihnen die Augen verbunden und sie geschlagen. Mehrere Palästinenser seien außerdem durch Pfefferspray verletzt worden, das Siedler eingesetzt hätten.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, im Verlauf des Vorfalls seien weitere Siedler eingetroffen. Sie hätten Felder in palästinensischem Besitz in Brand gesetzt. Bewohner und Aktivisten werfen der israelischen Armee seit Beginn der etwa dreiwöchigen Belagerung vor, nicht wirksam einzuschreiten.

Israel hält das Westjordanland seit 1967 besetzt. In dem Gebiet leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 israelische Siedler. Ihre Siedlungen gelten nach internationalem Recht als illegal. Unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde der Siedlungsbau erheblich ausgeweitet; vor der israelischen Parlamentswahl Ende Oktober genehmigten die Behörden weitere Bauvorhaben.

Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat sich die Lage im Westjordanland weiter verschärft. Extremistische Siedler gehen wiederholt gewaltsam gegen palästinensische Einwohner vor. Bei Auseinandersetzungen wurden seither mehr als 1.000 Palästinenser sowie zahlreiche Israelis getötet.

C.Bell--TNT

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