The National Times - 17 Tote bei russischen Angriffen auf Region Kiew - Luftwaffe fängt keine Rakete ab

17 Tote bei russischen Angriffen auf Region Kiew - Luftwaffe fängt keine Rakete ab


17 Tote bei russischen Angriffen auf Region Kiew - Luftwaffe fängt keine Rakete ab
17 Tote bei russischen Angriffen auf Region Kiew - Luftwaffe fängt keine Rakete ab / Foto: © AFP

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Region Kiew nach offiziellen Angaben mindestens 17 Menschen getötet worden. Die Angriffe trafen in der Nacht zum Mittwoch laut der Militärverwaltung unter anderem Wohngebäude und Lagerhallen. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben zwar 98 der 115 russischen Drohnen abfangen, aber keine einzige der 28 Raketen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drang bei seinen Verbündeten auf weitere Abwehrraketen.

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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wurde bei den Angriffen mindestens eine Frau getötet, mindestens 24 weitere Menschen wurden verletzt, wie die Militärverwaltung mitteilte. Die Angriffe lösten Brände in mehreren Bezirken und in der Gegend um die Hauptstadt aus. Insgesamt wurden Selenskyj zufolge in der Hauptstadtregion 17 Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt.

Russland greife "gezielt Zivilisten und zivile Infrastruktur an", erklärte die Militärverwaltung der Hauptstadt. Unter anderem seien Wohngebäude, Lagerhallen und ein Bahnhof getroffen worden. Nach Angaben der Warenhauskette Epicentr wurde eine Mitarbeiterin bei einem Angriff auf ein Lager getötet, drei Menschen starben in einer Poststelle.

AFP-Journalisten in Kiew hörten kurz nach Mitternacht mehrere heftige Explosionen, nachdem Luftalarm ertönt war. Einer der Journalisten berichtete von dunklen Rauchwolken und einem beißenden Geruch in der Luft, der am Morgen noch über der Stadt hing.

"Die Nacht war furchteinflößend, sehr hart", sagte die Anwohnerin Natalia Reuzka AFP-Reportern in Kiew. "Wir haben uns daran gewöhnt, beim Aufwachen zu denken 'heute hatten wir Glück', und das ist sehr beängstigend", fügte sie hinzu.

Moskau erklärte, die russische Armee habe "Verkehrs-, Logistik- und Vertriebszentren in der Stadt und der Region Kiew" getroffen. Sie seien "an der Lagerung und Lieferung verschiedener Waffen und militärischer Fracht sowie an der Produktion und Lieferung unbemannter Luftfahrzeuge" - also Drohnen - beteiligt gewesen seien.

Russland griff nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit 24 ballistischen Raketen und vier Anti-Schiff-Raketen an. Die Ukraine hat inzwischen eine eigene Drohnenabwehr entwickelt, ist bei der Abwehr ballistischer Raketen aber vom US-Luftabwehrsystem Patriot abhängig. Vor allem infolge des Kriegs der USA gegen den Iran fehlt es an Abwehrraketen für die Patriot-Systeme in der Ukraine.

Die Abwehrraketen für die Luftverteidigung hätten "die Leben derjenigen retten können, die heute getötet wurden", erklärte Selenskyj am Mittwoch im Onlinedienst X. "Verspätungen bei der Lieferung oder ein Ausbleiben der Bereitstellung von Antiraketensystemen führen zu solchen entsetzlichen Opferzahlen und zu Zerstörung", fügte er in Richtung der westlichen Verbündeten hinzu.

US-Präsident Donald Trump hatte Selenskyj Anfang Juli eine Erlaubnis zugesagt, die Systeme in der Ukraine zu produzieren, zeigte sich in der vergangenen Woche aber wieder zurückhaltend. Washington müsse bei einer solchen Entscheidung "sehr vorsichtig" vorgehen, erklärte Trump am Freitag.

Die Ukraine und Russland verstärkten in den vergangenen Wochen ihre Angriffe mit weitreichenden Waffen auf das jeweils andere Land. Laut einer AFP-Analyse hat Russland dabei den Einsatz von Raketen im Juli mehr als verdoppelt. Die Zahl der getöteten Zivilisten ist deshalb in den vergangenen Wochen und Monaten stark gestiegen.

A.M.James--TNT

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