The National Times - Nach Massenandrang auf Ceuta: EU demonstriert nach Krisensitzung Einigkeit

Nach Massenandrang auf Ceuta: EU demonstriert nach Krisensitzung Einigkeit


Nach Massenandrang auf Ceuta: EU demonstriert nach Krisensitzung Einigkeit
Nach Massenandrang auf Ceuta: EU demonstriert nach Krisensitzung Einigkeit / Foto: © AFP

Nach einer Krisensitzung wegen des Massenandrangs von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta haben die EU-Länder Einigkeit demonstriert. "Es gab in der Runde volle Solidarität mit Spanien", sagte EU-Innenkommissar Magnus Brunner nach einer Videokonferenz der EU-Innenminister am Dienstag. Der Andrang auf Ceuta sei ein "Test für die Sicherheit der europäischen Außengrenzen" gewesen.

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Europa habe diesen Test "für den Moment definitiv bestanden", sagte Brunner. Keine der Migranten seien von der Exklave Ceuta ans spanische Festland und damit in den Schengen-Raum gelangt, in dem Menschen ohne Grenzkontrollen reisen können. Das teilte auch das spanische Innenministerium mit.

Zuvor hatten mehrere Staaten Spanien schwere Vorwürfe gemacht, darunter Italien und Dänemark. Der dänische Migrationsminister Morten Bödskov sagte nun am Dienstag nach einer Videokonferenz jedoch, sein Land sei "sehr zufrieden" damit, wie Spanien auf den Massenandrang reagiert habe.

Die 27 Staaten wollen öffentliche Konfrontationen wie in diesem Fall in Zukunft vermeiden. Der Rat der Mitgliedsländer teilte nach der Krisensitzung mit, die "Kommunikation in Krisenzeiten" könne "durch zeitnahe Absprachen verstärkt werden" und solle in Zukunft "kohärenter" sein.

"Die EU steht zusammen und ist bereit, Spanien zu unterstützen", betonte nach der Videokonferenz auch der irische Innenminister Jim O'Callaghan, dessen Land derzeit die rotierende EU-Ratspräsidentschaft innehat und solchen Treffen vorsitzt. "Die Außengrenzen der EU sind unsere gemeinsame Verantwortung, und Migration erfordert eine geschlossene europäische Antwort", mahnte er. Der Ire lobte Spanien für seine "rasche Reaktion".

Aktualisierten Zahlen der spanischen Regierung zufolge hatten rund 72.000 Menschen Ceuta teils schwimmend erreicht, die meisten seien inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Am Dienstag befanden sich demnach noch rund 2000 Migranten in Ceuta. 72 Menschen kamen nach Regierungsangaben ums Leben, als sie versuchten, Ceuta zu erreichen.

C.Stevenson--TNT

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