The National Times - Patriot-Lizenzen: Selenskyj lobt "gutes Treffen" mit Trump

Patriot-Lizenzen: Selenskyj lobt "gutes Treffen" mit Trump


Patriot-Lizenzen: Selenskyj lobt "gutes Treffen" mit Trump
Patriot-Lizenzen: Selenskyj lobt "gutes Treffen" mit Trump / Foto: © AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump in Washington zufrieden gezeigt. Es sei ein "gutes Treffen" gewesen, erklärte Selenskyj am Dienstag im Onlinedienst X. Er habe mit Trump unter anderem "über Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen" verhandelt. Ein weiteres Thema seien die Friedensbemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs gewesen. "Es ist wichtig, dass der diplomatische Prozess wiederbelebt wird", schrieb Selenskyj.

Textgröße ändern:

Der ukrainische Präsident dankte Trump und den USA für ihre "entschlossene Unterstützung" im russischen Angriffskrieg. Dazu veröffentlichte der ukrainische Präsident Fotos, die ihn mit Trump im Oval Office des Weißen Hauses zeigen. An dem Treffen nahmen demnach unter anderem auch die Außen- und Verteidigungsminister der USA und der Ukraine teil.

Selenskyj hatte zuvor auf X erklärt, es gehe ihm vor allem um größere militärische Fähigkeiten zur Verteidigung gegen russische Angriffe mit ballistischen Raketen. Was er genau mit Trump vereinbarte, teilte er nach dem Gespräch nicht mit. Die Kommunikation solle jedoch fortgesetzt werden.

Nach Angaben der UNO hatte Russland mit ballistischen Raketen im Juni die meisten ukrainischen Zivilisten in einem Monat seit April 2022 getötet. Diese Raketen kann die ukrainische Luftabwehr nur mit Patriot-Systemen aus den USA abfangen, an denen es jedoch mangelt. Diese Situation hat sich seit dem Beginn des Iran-Krieges im Februar noch weiter verschärft.

Nach dem Treffen mit Trump wollte Selenskyj in Washington an der Gedenkfeier für den US-Senator Lindsey Graham teilnehmen, der am 11. Juli überraschend an den Folgen einer Herzerkrankung gestorben war. Zuvor hatte der 71-Jährige die Ukraine besucht.

Am Dienstagabend (Ortszeit) wollte Selenskyj zudem mit US-Senatoren zusammenkommen. Das Treffen war kurz vor einer ersten Probeabstimmung über verschärfte Russland-Sanktionen geplant.

Der Republikaner Graham hatte einen Tag vor seinem Tod zusammen mit Kongressmitgliedern der Demokraten eine parteiübergreifende Einigung auf die neuen Sanktionen verkündet. Geplant sind mögliche Strafzölle gegen Länder vor, die weiter Öl und Gas aus Russland beziehen. Einige Parlamentarier der Demokraten sehen den Vorstoß kritisch, da sie Trump keine Zugeständnisse in der Zollpolitik machen wollen.

G.Waters--TNT

Empfohlen

Zwei Verfahren: Russische Justiz befasst sich erneut mit Anti-Kriegs-Partei Jabloko

Die russische Justiz befasst sich am Montag (09.00 Uhr MESZ) erneut mit der von der bevorstehenden Parlamentswahl ausgeschlossenen Anti-Kriegs-Partei Jabloko. In Moskau findet vor dem Obersten Gerichtshof des Landes eine Anhörung zur Berufung von Jabloko-Chef Nikolaj Rybakow gegen den Ausschluss von dem für September geplanten Urnengang statt. Zeitgleich beginnt im nordwestrussischen Pskow die Urteilsverkündung gegen Jabloko-Vizechef Lew Schlosberg wegen "Diskreditierung der Armee".

Kallas: EU will Russland-Sanktionen deutlich ausweiten

Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Welt" vom Montag. "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet."

Trump will Militärübungen mit Südkorea "wesentlich" verringern

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Militärübungen seines Landes mit dem traditionellen Verbündeten Südkorea "wesentlich" zu verringern. Die gemeinsamen Manöver seien "nicht nur kostenintensiv, wobei viele dieser Kosten von den USA bezahlt werden (wie üblich!)", erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Darüber hinaus seien diese Militärübungen auch ein Signal, das "total unangemessen und feindlich" gegenüber Nordkorea sei.

Lula und Flavio Bolsonaro umwerben bei Wahlkampfauftakt Brasiliens weibliche Wählerschaft

Brasiliens Staatschef Inácio Lula da Silva und sein rechtsgerichteter Herausforderer Flavio Bolsonaro haben zum offiziellen Beginn des Präsidentschaftswahlkampfs insbesondere die weibliche Wählerschaft im Land umworben. Der 80-jährige Lula, der bei der Wahl am 4. Oktober um eine vierte Amtszeit kämpft, trat am Sonntag in einem Stadion in São Bernardo do Campo im Bundesstaat São Paulo auf. Nach Angaben der Organisatoren kamen etwa 40.000 Menschen.

Textgröße ändern: