The National Times - Motto "Haltung ist hot": Hnderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin

Motto "Haltung ist hot": Hnderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin


Motto "Haltung ist hot": Hnderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin
Motto "Haltung ist hot": Hnderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin / Foto: © AFP

Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin an der diesjährigen Großkundgebung zum Christopher Street Day (CSD) teilgenommen. Unter dem Motto "Haltung ist hot" zogen die Teilnehmenden bei hochsommerlichem Wetter durch das Zentrum der Bundeshauptstadt. Eine Polizeisprecherin berichtete am Nachmittag von einem friedlichen Verlauf. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 2200 Einsatzkräften im Einsatz, um für ein "sicheres, buntes und friedliches Fest" zu sorgen.

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Den Organisatoren zufolge handelt es sich um eine der größten Versammlungen für Vielfalt und Menschenrechte in Europa. Die Polizei wollte keine genaue Schätzung zur Teilnehmerzahl abgeben - "es sind aber sicherlich mehrere hunderttausend", sagte eine Sprecherin zu AFP.

Insgesamt 83 Fahrzeuge und 55 Fußgruppen zogen durch Berlin in Richtung Tiergarten, wo die Abschlusskundgebung stattfinden sollte. Eine große Zahl von Menschen säumten die Straßen, entlang derer sich der Demonstrationszug über den Potsdamer Platz bis zur Siegessäule bewegte. Für den Abschluss war am Brandenburger Tor ein Showprogramm auf acht Bühnen geplant.

Am Bahnhof Potsdamer Platz überprüfte die Berliner Polizei am Mittag nach eigenen Angaben "15 Personen einer mutmaßlich rechten Gruppierung". Eine der Personen habe einen "verbotenen Gegenstand" mit sich geführt, erklärte die Polizei ohne weitere Details.

Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar "Stonewall Inn" in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivsten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten.

Mit dem Motto "Haltung ist hot" wollte der diesjährige Berliner CSD nach Angaben der Organisatoren "Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft einer weltoffenen Stadt" in den Mittelpunkt stellen. Das Kampagnenmotto sei "bewusst als positive Einladung formuliert, Haltung zu zeigen", erklärten sie. Die Kampagne verstehe sich auch "als Antwort auf zunehmende Anfeindungen gegen queere Menschen sowie auf gesellschaftliche Polarisierung und den Druck auf demokratische Werte".

Unter den Teilnehmenden war auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Er legte einen Teil der Strecke an Bord eines Festwagens zurück, den die Stadt Berlin erstmals für die CSD-Kundgebung organisiert hatte. "Die Stadt Berlin will deutlich machen, dass wir hinter dem CSD stehen", sagte Wegner am Samstag dem "Tagesspiegel". Kritik an den Kosten für den stadteigenen Festwagen wies er zurück: "Der CSD ist eine Veranstaltung, die Berlin zeigt als weltoffene Metropole." Deswegen sei der eigene Wagen gerechtfertigt.

T.Allen--TNT

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