The National Times - 250 Jahre USA: Trump-Rede wegen Gewitters verspätet

250 Jahre USA: Trump-Rede wegen Gewitters verspätet


250 Jahre USA: Trump-Rede wegen Gewitters verspätet
250 Jahre USA: Trump-Rede wegen Gewitters verspätet / Foto: © AFP

Die Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA in Washington sind nach einem Gewitter fortgesetzt worden. Besucher wurden am späten Samstagabend (Ortszeit, Sonntagfrüh MESZ) über Lautsprecher aufgerufen, sich wieder vor einer Freiluftbühne auf der Nationalpromenade (National Mall) zu versammeln, wo US-Präsident Donald Trump eine Rede halten wollte. Die Ansprache und das anschließende Feuerwerk verspäteten sich um mehr als eine Stunde.

Textgröße ändern:

Trump erklärte, er werde seine Rede unter allen Umständen halten. "Gewitter bringen Glück", schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social. "Sie machen Veranstaltungen auch ein bisschen aufregender." Nach Angaben des Weißen Hauses wurde die Rede gegen 23 Uhr (Sonntag 5 Uhr MESZ) erwartet.

Wegen des Gewitters mit starken Windböen und Regenfällen war die National Mall zwischenzeitlich evakuiert worden. Dort hatten sich trotz Temperaturen von bis zu 39 Grad Celsius zehntausende Menschen versammelt, um einer Flugschau mit Kampfjets und später der Trump-Rede beizuwohnen.

Bei der Evakuierung kam es laut AFP-Reportern teils zu chaotischen Szenen. Einige weigerten sich, das mit Zäunen abgesperrte Gelände zu verlassen. Andere stürmten mit "Trump, Trump"-Rufen durch die Eingänge hinein, während wiederum andere Menschen versuchten, sich vor den Blitzen in Sicherheit zu bringen.

Trump hatte "die spektakulärste aller Trump-Kundgebungen" angekündigt. Daran sollte sich das nach seinen Worten "größte Feuerwerk der Welt" mit einer Rekordzahl von 850.000 Böllern anschließen.

Die oppositionellen Demokraten werfen dem Präsidenten vor, die 250-Jahr-Feiern für ein parteipolitisches Spektakel vor den Zwischenwahlen zum Kongress im November zu nutzen. Trump hatte am Vorabend in einer Rede am Nationaldenkmal Mount Rushmore vor einer angeblichen "kommunistischen Bedrohung" in den USA gewarnt. Er spielte damit auf jüngste Wahlsiege linksgerichteter Demokraten-Politiker an.

Die tiefe Spaltung der US-Gesellschaft im Jubiläumsjahr machte auch ein Aufmarsch vermummter weißer Männer in der Nähe des Kapitol sichtbar. Sie trugen Baseballkappen mit Abzeichen der rechtsextremistischen Gruppe Patriot Front, die von der Überlegenheit Weißer überzeugt ist, und riefen "Reclaim America!" (Erobert Amerika zurück).

Der amerikanische Papst Leo XIV. nutzte die 250-Jahr-Feiern dagegen für eine Botschaft der Versöhnung: "Die Verteidigung menschlichen Lebens umfasst auch das Willkommenheißen, den Schutz und die Unterstützung von Einwanderern, deren Hoffnungen, Opfer und Beiträge von Beginn an Teil der Geschichte dieses Landes gewesen sind", erklärte der in Chicago geborene Pontifex. Trump hatte Massenabschiebungen angeordnet.

E.Reid--TNT

Empfohlen

Trump führt Telefongespräche mit Putin und Selenskyj über Lage in der Ukraine

Vor dem Nato-Gipfel in Ankara haben sowohl Kremlchef Wladimir Putin als auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Trump und Putin hätten mit Blick auf Trumps Teilnahme an dem Gipfel kommende Woche "über die Frage einer Lösung in der Ukraine" gesprochen, sagte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow laut der Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Samstag. Selenskyj erklärte nach seinem Telefonat mit Trump, es bestehe "die Aussicht, den Krieg zu beenden". Die Ukraine griff unterdessen am Samstag Russland massiv mit Drohnen an.

AfD-Parteitag geht mit Reden von Weidel und Chrupalla zu Ende

Mit Ansprachen der beiden Parteichefs Tino Chrupalla und Alice Weidel geht am Sonntag in Erfurt der AfD-Bundesparteitag zu Ende. Die Delegierten in den Messehallen der thüringischen Landeshauptstadt hatten beide am Vortag im Amt bestätigt. Weidel ging mit 81,3 Prozent der Delegiertenstimmen gestärkt aus der Wahl hervor, der Ko-Vorsitzende Tino Chrupalla bekam mit 70 Prozent einen Dämpfer. Beide schworen die in Teilen rechtsextreme Partei auf eine Übernahme von Regierungsverantwortung ein.

Zehntausende protestieren in Albanien gegen Kushner-Bauprojekt - und gegen Regierungschef Rama

In Albanien haben am Samstag zehntausende Menschen gegen ein dort geplantes Luxus-Bauprojekt des Trump-Schwiegersohns Jared Kushner protestiert. Die Kundgebung in der Hauptstadt Tirana war laut Journalisten der Nachrichtenagentur AFP die bisher größte seit Beginn der Demonstrationen Ende Mai. Die sogenannten Flamingo-Proteste starteten als Umweltbewegung gegen den Bau des Ferienressorts im Naturschutzgebiet Zvernec an der Südwestküste Albaniens, einem wichtigen Brutgebiet für Flamingos.

250 Jahre USA: Feiern in Washington wegen Gewitters unterbrochen

Die zentralen Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA in Washington sind am Samstagabend (Ortszeit, Sonntagfrüh MESZ) unterbrochen worden. Wegen eines Gewitters mit starken Windböen wurde die Nationalpromenade (National Mall) im Zentrum der US-Hauptstadt evakuiert, wie AFP-Reporter berichteten. Dort hatten sich trotz Temperaturen von bis zu 39 Grad Celsius tausende Menschen versammelt, um einer Flugschau mit Kampfjets beizuwohnen.

Textgröße ändern: