The National Times - 250 Jahre USA: Feiern in Washington wegen Gewitters unterbrochen

250 Jahre USA: Feiern in Washington wegen Gewitters unterbrochen


250 Jahre USA: Feiern in Washington wegen Gewitters unterbrochen
250 Jahre USA: Feiern in Washington wegen Gewitters unterbrochen / Foto: © AFP

Die zentralen Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA in Washington sind am Samstagabend (Ortszeit, Sonntagfrüh MESZ) unterbrochen worden. Wegen eines Gewitters mit starken Windböen wurde die Nationalpromenade (National Mall) im Zentrum der US-Hauptstadt evakuiert, wie AFP-Reporter berichteten. Dort hatten sich trotz Temperaturen von bis zu 39 Grad Celsius tausende Menschen versammelt, um einer Flugschau mit Kampfjets beizuwohnen.

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Die Parade zum Unabhängigkeitstag in Washington war wegen "extremer Hitze" abgesagt worden. Auch in anderen Orten fielen die Paraden aus - darunter Philadelphia, wo Vertreter der 13 Ostküsten-Kolonien am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung von Großbritannien unterzeichnet hatten.

US-Präsident Donald Trump wollte am späten Samstagabend auf einer Freiluftbühne in Washington eine Rede halten. Er hatte "die spektakulärste aller Trump-Kundgebungen" angekündigt. Daran sollte sich das nach seinen Worten "größte Feuerwerk der Welt" mit 850.000 Böllern anschließen.

Die oppositionellen Demokraten werfen dem Präsidenten vor, die 250-Jahr-Feiern für ein parteipolitisches Spektakel vor den Zwischenwahlen zum Kongress im November zu nutzen. Trump hatte am Vorabend in einer Rede am Nationaldenkmal Mount Rushmore vor einer angeblichen "kommunistischen Bedrohung" in den USA gewarnt. Er spielte damit auf jüngste Wahlsiege linksgerichteter Demokraten-Politiker an.

Die tiefe Spaltung der US-Gesellschaft im Jubiläumsjahr machte auch ein Aufmarsch vermummter weißer Männer in der Nähe des Kapitol sichtbar. Sie trugen Baseballkappen mit Abzeichen der extremistischen Gruppe "Patriot Front", die von der Überlegenheit Weißer überzeugt ist, und riefen "Reclaim America!" (Erobert Amerika zurück). Einige von ihnen schwenkten Konföderiertenflaggen - die Flagge der sklavenhaltenden Südstaaten im US-Bürgerkrieg (1861 bis 1865), die heute als rassistisches Symbol gilt.

Der amerikanische Papst Leo XIV. nutzte die 250-Jahr-Feiern dagegen für eine Botschaft der Versöhnung: "Die Verteidigung menschlichen Lebens umfasst auch das Willkommenheißen, den Schutz und die Unterstützung von Einwanderern, deren Hoffnungen, Opfer und Beiträge von Beginn an Teil der Geschichte dieses Landes gewesen sind", erklärte der in Chicago geborene Pontifex. Trump hatte Massenabschiebungen angeordnet.

E.Reid--TNT

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