The National Times - G7-Gipfel: Merz und Selenskyj zu bilateralem Gespräch zusammengekommen

G7-Gipfel: Merz und Selenskyj zu bilateralem Gespräch zusammengekommen


G7-Gipfel: Merz und Selenskyj zu bilateralem Gespräch zusammengekommen
G7-Gipfel: Merz und Selenskyj zu bilateralem Gespräch zusammengekommen / Foto: © AFP

Nach seinen vorsichtig optimistischen Äußerungen über ein "Fenster für die Diplomatie" im Ukraine-Konflikt ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Rande des G7-Gipfels am Dienstag im französischen Evian mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammengetroffen. Das bilaterale Gespräch der beiden bestätigte ein Sprecher der Bundesregierung. Selenskyj hatte zuvor an einer ersten Arbeitssitzung der G7-Staats- und Regierungschefs teilgenommen, bei der es um die Lage in seinem Land amgesichts des russischen Angriffskriegs gehen sollte.

Textgröße ändern:

Merz hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass der Verhandlungsprozess für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg wieder in Gang kommen könne. "Ich sage mit der sehr gebotenen Vorsicht und Zurückhaltung: Erstmals kann sich hier langsam ein Fenster für die Diplomatie öffnen", betonte er am Montag.

Ungeachtet der jüngsten Angriffe Russlands habe sich die Dynamik im Ukraine-Krieg "deutlich zugunsten der Ukraine verändert", hatte Merz gesagt. "Die Ukraine ist heute in einer neuen Position der Stärke. Russland kann militärisch nicht gewinnen. Zudem ist seine Wirtschaft angeschlagen."

Bei der G7-Sitzung zur Ukraine sollten auch die fünf Eckpunkte angesprochen werden, die Merz, der britische Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron festgelegt hatten. Die sogenannte E3-Gruppe aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien plädiert für direkte Gespräche zwischen Moskau und Kiew unter Beteiligung der USA und Europas.

Die USA hatten vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts zuletzt keine aktive Rolle mehr in den Bemühungen um eine Beilegung des Ukraine-Konflikts gespielt. Mit der nun angekündigten Einigung zwischen Washington und Teheran für ein mögliches Ende des Iran-Kriegs könnte sich dies womöglich wieder ändern.

Trump erwähnte in Evian "sehr gute" Gespräche, die er mit Selenskyj und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt habe. "Vielleicht können wir was machen", sagte Trump, ohne Details zu nennen. "Sie sind beide offen dafür."

Trump ließ auch erkennen, dass die USA sich wieder stärker in der Ukraine-Frage engagieren könnten: "Jetzt, wo das eine beendet ist, können wir uns auf das andere konzentrieren und sehen, dass wir das erledigt bekommen", erklärte er.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Vor Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Linke in Umfrage knapp vor CDU

Drei Tage vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage für das ZDF die oppositionelle Linkspartei knapp vor der regierenden CDU. Der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen zufolge kommt die Linke von Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 22 Prozent und verliert damit gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt. Auch die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers büßen einen Punkt ein und erreichen 20 Prozent.

Wahllokale im Fernen Osten geöffnet: Parlamentswahl in Russland hat begonnen

Im Fernen Osten Russlands hat am Freitag (ab 08.00 Ortszeit; Donnerstagabend 22.00 Uhr MESZ) die erste Parlamentswahl seit Beginn der großangelegten Offensive in der Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren begonnen. Die ersten Wahllokale öffneten auf der Halbinsel Kamtschatka und in Tschukotka, wie die russischen Nachrichtenagenturen RIA Nowosti und Tass berichteten.

Vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD schiebt sich in Umfrage vor AfD

Drei Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer Umfrage für das ZDF die lange Zeit führende AfD überholt. Der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen zufolge kommen die Sozialdemokraten auf 37 Prozent und damit auf drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreicht bei einem Minus von einem Punkt 36 Prozent.

USA geben grünes Licht für möglichen F-35-Verkauf an Saudi-Arabien

Nach Deutschland könnte auch Saudi-Arabien F-35-Kampfjets aus den USA erhalten. Das Außenministerium in Washington billigte am Donnerstag den möglichen Verkauf von 48 F-35-Tarnkappenjets sowie von Triebwerken und weiterem Zubehör an den Golfstaat. Das Geschäft hat demnach einen Wert von 24,3 Milliarden Dollar (rund 22 Milliarden Euro). Der Rüstungsdeal erfordert noch die Zustimmung des US-Kongresses.

Textgröße ändern: