The National Times - Hoffnung auf Kriegsende bringt ZEW-Konjunkturerwartungen zurück in positiven Bereich

Hoffnung auf Kriegsende bringt ZEW-Konjunkturerwartungen zurück in positiven Bereich


Hoffnung auf Kriegsende bringt ZEW-Konjunkturerwartungen zurück in positiven Bereich
Hoffnung auf Kriegsende bringt ZEW-Konjunkturerwartungen zurück in positiven Bereich / Foto: © AFP

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Kriegs im Nahen Osten hat die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten in Deutschland deutlich aufgehellt. Wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, stieg der ZEW-Index im Juni um 20,7 Zähler "stark" an und liegt nun bei plus 10,5 Punkten. "Die Expertinnen und Experten setzen darauf, dass sich der Iran-Konflikt dem Ende nähert", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Textgröße ändern:

Der ZEW-Index, für den jeden Monat Experten beispielsweise aus Banken und Versicherungen oder den Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen gefragt werden, gilt als wichtiger Indikator für die konjunkturelle Entwicklung. Im Frühjahr war der Index wegen des Iran-Kriegs deutlich eingebrochen; im Mai hatte sich dann wieder ein Aufwärtstrend abgezeichnet, jedoch lag der Wert weiterhin im negativen Bereich.

ZEW-Präsident Wambach hob am Dienstag hervor, dass der Index wieder in den positiven Bereich zurückgekehrt sei. Mit einem Ende des Kriegs dürfte sich der massive Druck auf die Energiepreise und Inflation abschwächen, erklärte er. "Dies käme der energieintensiven Industrie und den privaten Haushalten zugute, was die Binnennachfrage stärken würde."

Einen Rückgang gab es bei der Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage. Hier sank der Indikator nach ZEW-Angaben auf minus 81 Punkte, 3,2 Punkte weniger als im Vormonat. Für die aktuelle Umfrage wurden vom 8. bis zum 15. Juni insgesamt 190 Analystinnen und Analysten sowie institutionelle Anleger befragt.

R.Evans--TNT

Empfohlen

Trump: Russland sollte mit Ukraine "ein Abkommen schließen"

US-Präsident Donald Trump hat Russland zu einer Vereinbarung mit Kiew zur Beendigung des Ukraine-Kriegs aufgefordert. "Russland sollte ein Abkommen schließen", sagte Trump am Rande des G7-Gipfels am Dienstag im französischen Evian. Er bestätigte, dass er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Evian bereits getroffen habe, ein weiteres Gespräch bei dem Gipfel mit ihm sei geplant.

Nach Wahldebakel: Doppelspitze soll SPD in Baden-Württemberg führen

Nach dem historisch schlechten Ergebnis für die SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg stellt sich die Partei an ihrer Spitze neu auf. Bei einer Mitgliederbefragung stimmten 56,5 Prozent für eine Doppelspitze aus Isabel Cademartori und Robin Mesarosch, wie die Landespartei in Stuttgart am Dienstag mitteilte. Das Duo soll nun dem Landesparteitag am Freitag und Samstag in Ulm zur Wahl als Landeschefin und Landeschef vorgeschlagen werden.

Französischer Inlandsgeheimdienst beendet Zusammenarbeit mit US-Unternehmen Palantir

Der französische Inlandsgeheimdienst beendet seine Zusammenarbeit mit dem umstrittenen US-Tech-Unternehmen Palantir. "Wir können im digitalen Bereich keine neuen strategischen Abhängigkeiten akzeptieren", sagte Premierminister Sébastien Lecornu am Dienstag in einem in Onlinediensten verbreiteten Video. Lecornu kündigte an, Frankreich werde 655 Millionen Euro in die Entwicklung eines eigenen Systems basieren, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) beruhe.

US-Armee plant Errichtung von Waffenlager in Australien

Die US-Armee plant den Aufbau eines Waffenlagers für das Marine Corps an der Südostküste Australiens. Das geht aus Ausschreibungsunterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen. US-Beamte bestätigten die Planungen.

Textgröße ändern: