The National Times - Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition

Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition


Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition
Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition / Foto: © AFP/Archiv

Ein tödlicher Zwischenfall bei einem Schießtraining der Bundespolizeispezialeinheit GSG9 bei Putlos in Schleswig-Holstein ist nach Ermittlerangaben durch vertauschte Munition verursacht worden. Ein Beamter der GSG9 habe mutmaßlich beim Laden einer Waffe Übungspatronen mit scharfer Munition verwechselt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Lübeck am Donnerstag mit. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Textgröße ändern:

Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge gab der Beamte, der die Munition vertauschte, im Rahmen einer Übung anschließend selbst den tödlichen Schuss auf eine weitere Einsatzkraft seiner Einheit ab. Der Getroffene starb trotz sofort eingeleiteter Rettungsbemühungen noch am Ort des Geschehens, wie es am Donnerstag hieß. Die Übung hatte am 11. Mai auf dem Bundeswehrübungsplatz Putlos bei Oldenburg in Holstein stattgefunden.

Nach dem Vorfall äußerte sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) "zutiefst erschüttert" über den Tod des Beamten. Die GSG9 ist die Spezialeinheit der Bundespolizei. Sie kommt bei der Bekämpfung von schwerster Kriminalität zum Einsatz - etwa bei Geiselnahmen, Anschlägen oder besonders riskanten Razzien. Jährlich absolviert sie laut Bundespolizei etwa 50 bis 60 Einsätze.

S.Cooper--TNT

Empfohlen

EU-Länder erwägen Ende von Schutzstatus für Ukrainer in wehrfähigem Alter

Die EU-Innenminister erwägen, ukrainische Männer im wehrfähigen Alter vom automatischen Schutz in der EU auszuschließen. "Wir können uns vorstellen, die Massenzustrom-Richtlinie zu verlängern", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit Verweis auf den entsprechenden EU-Mechanismus am Rande eines Treffens mit EU-Kollegen am Donnerstag in Luxemburg. Deutschland habe aber "Zweifel" daran, "dass Ukrainer im wehrpflichtigen Alter darunter zu sehen sind".

USA zu Tiananmen-Jahrestag: Chinas Zensur kann Massaker nicht "auslöschen"

Zum Jahrestag der gewaltsamen Niederschlagung der Tiananmen-Proteste in Peking haben die USA erklärt, dass Chinas Zensur die Erinnerung an das Massaker nicht "auslöschen" könne. Am Ende werde den Opfern "Recht geschehen", erklärte US-Außenminister Marco Rubio zum 37. Jahrestag am Donnerstag.

Nach Scheitern bei UN-Wahl: Hessen stellt Deutschlands hohe Zahlungen infrage

Nach dem Scheitern Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat stellt Hessen die hohen Zahlungen der Bundesrepublik an die Vereinten Nationen infrage. "Wenn wir künftig dort nicht den Einfluss haben, der uns zusteht, stellt sich die Frage: Warum sollten wir dann weiterhin so viel Geld in die UN investieren?", sagte Hessens Minister für Internationales, Manfred Pentz (CDU), der "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe).

EU-Innenminister beraten in Luxemburg über Asylpakt und ukrainische Flüchtlinge

Die EU-Innenminister beraten am Donnerstag in Luxemburg über die Fortschritte bei der Umsetzung des Pakts für Asyl und Migration. Zudem stehen Gespräche über den Rechtsstatus von Geflüchteten aus der Ukraine an. Auch über die Situation im Schengenraum soll beraten werden.

Textgröße ändern: