The National Times - Rechtsgerichteter de la Espriella und linker Cepeda in Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien

Rechtsgerichteter de la Espriella und linker Cepeda in Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien


Rechtsgerichteter de la Espriella und linker Cepeda in Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien
Rechtsgerichteter de la Espriella und linker Cepeda in Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien / Foto: © AFP

Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien gehen der rechtsgerichtete Anwalt Abelardo de la Espriella und der linke Senator Iván Cepeda in eine Stichwahl. De la Espriella kam nach Angaben der Wahlbehörde vom Sonntag auf 44 Prozent der Stimmen, Cepeda erzielte demnach 41 Prozent. Da keiner von beiden in der ersten Runde mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erreichte, ziehen beide in eine Stichwahl am 21. Juni ein.

Textgröße ändern:

Dann entscheidet sich, wer auf den scheidenden Amtsinhaber Gustavo Petro folgt, dem ersten linken Präsidenten in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Petro durfte laut Verfassung nicht erneut antreten.

Die rechtsgerichtete Senatorin Paloma Valencia kam auf weniger als sieben Prozent und lag damit deutlich hinter Cepeda und de la Espriella, der stärker abschnitt, als erwartet worden war. De la Espriella bezeichnet sich selbst als "Der Tiger", US-Präsident Donald Trump ist für ihn ein Vorbild. Als Präsident wolle er mit Unterstützung der USA mit Luftangriffen gegen bewaffnete Gruppen vorgehen, kündigte de la Espriella während des Wahlkampfs in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Cepeda will den Kurs von Petro fortsetzen und Friedensgespräche führen. In der Abschlusskundgebung des Wahlkampfs versprach der 63-jährige Menschenrechtsanwalt und Philosoph in soziale Programme zu investieren und den Staat "in den Dienst" der "Ausgeschlossenen" zu stellen.

Überschattet wurde die Wahl von einem deutlichen Anstieg der Gewalt. Während Petros vierjähriger Amtszeit sank die Arbeitslosigkeit, der Mindestlohn stieg um 75 Prozent. Doch trotz Verhandlungen der Regierung mit den Guerilla- und paramilitärischen Gruppen des Landes verschlechterte sich die Sicherheitslage deutlich. Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, an denen neben der Armee und linken Guerillagruppen auch rechte Paramilitärs und Drogenbanden beteiligt sind.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Ceuta-Krise: An Stränden ausharrende Migranten in Zeltlager gebracht

Nach dem Massenandrang von Migranten in der spanischen Exklave Ceuta Ende Juli haben die Behörden damit begonnen, zahlreiche an Stränden ausharrende Migranten in ein Zeltlager zu bringen. Der Transfer begann am frühen Freitagmorgen, wie die Regierung mitteilte. Dabei kam es zu Gedränge, als Migranten sich die 1700 Plätze in dem am Hafen eingerichteten Zeltlager sichern wollten. Fernsehbilder zeigten, wie die Polizei eingreifen musste.

Malaysias Ex-Regierungschef Najib darf Rest einer Haftstrafe im Hausarrest verbüßen

Malaysias inhaftierter Ex-Regierungschef Najib Razak darf gegen Bezahlung einer millionenschweren Summe den Rest einer Strafe im Hausarrest verbüßen. König Sultan Ibrahim verfügte, dass der verurteilte 73-jährige die Zeit bis zum 23. August 2028 nicht mehr im Gefängnis verbringen muss, wie Juristen im Büro von Regierungschef Anwar Ibrahim am Freitag erklärten. Najib war in Zusammenhang mit einem der größten Betrugsskandale der Finanzgeschichte verurteilt worden.

Armenischer Regierungschef Paschinjan mit Hessischem Friedenspreis ausgezeichnet

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan ist mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden. Der 51-Jährige erhielt den Preis bei einem Festakt am Freitag in Wiesbaden, wie der Landtag mitteilte. Paschinjan wurde für seine Friedensbemühungen im südlichen Kaukasus geehrt. Damit werde sein Bestreben um die Etablierung demokratischer Institutionen in seinem Land und die Annäherung an die Europäische Union gewürdigt.

Rechtsextremer Zemmour tritt bei Frankreichs Präsidentschaftswahl an

Sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich hat der Rechtsextremist Eric Zemmour seine Kandidatur angekündigt, die der Rechtspopulistin Marine Le Pen Stimmen kosten könnte. "Ich werde antreten", sagte Zemmour am Donnerstagabend dem Sender BFM und beendete damit Spekulationen, dass er die Kandidatur seiner Lebensgefährtin Sarah Knafo überlassen würde.

Textgröße ändern: