The National Times - Malaysias Ex-Regierungschef Najib darf Rest einer Haftstrafe im Hausarrest verbüßen

Malaysias Ex-Regierungschef Najib darf Rest einer Haftstrafe im Hausarrest verbüßen


Malaysias Ex-Regierungschef Najib darf Rest einer Haftstrafe im Hausarrest verbüßen
Malaysias Ex-Regierungschef Najib darf Rest einer Haftstrafe im Hausarrest verbüßen / Foto: © AFP/Archiv

Malaysias inhaftierter Ex-Regierungschef Najib Razak darf gegen Bezahlung einer millionenschweren Summe den Rest einer Strafe im Hausarrest verbüßen. König Sultan Ibrahim verfügte, dass der verurteilte 73-jährige die Zeit bis zum 23. August 2028 nicht mehr im Gefängnis verbringen muss, wie Juristen im Büro von Regierungschef Anwar Ibrahim am Freitag erklärten. Najib war in Zusammenhang mit einem der größten Betrugsskandale der Finanzgeschichte verurteilt worden.

Textgröße ändern:

Bedingung für den Hausarrest sei die Zahlung einer Geldstrafe von 50 Millionen Malaysischen Ringgit (umgerechnet knapp elf Millionen Euro). Bei Verstößen gegen Auflagen müsse Najib zurück ins Gefängnis und den Rest seiner Strafe dort verbüßen. Ende vergangenen Jahres hatte ein Richter einen Antrag auf Umwandlung der Haftstrafe in Hausarrest noch abgelehnt.

Najib war wegen Veruntreuung von Geldern einer Tochtergesellschaft des von ihm ins Leben gerufenen Staatsfonds 1MDB zu zwölf Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Haftdauer wurde später verringert und die Geldstrafe auf 50 Millionen Ringgit reduziert. Diese Strafe wird im August 2028 verbüßt sein.

Ende 2025 wurde Najib in einem weiteren Prozess im Zusammenhang mit dem Finanzskandal zu 15 Jahren Haft und einer Geldstrafe von gut elf Milliarden Ringgit verurteilt. Dagegen legte Najib Berufung ein.

Najib war von 2009 bis 2018 Regierungschef in dem südostasiatischen Land. Er rief 1MDB 2009 ins Leben. Der Betrugsskandal rund um den Staatsfonds ist einer der größten der Finanzgeschichte. Dabei wurden Staatsgelder in Milliardenhöhe veruntreut, um in verschiedenen Ländern Luxusgüter zu kaufen. Der Skandal löste in mehreren Ländern, darunter in den USA, Ermittlungen aus und beschädigte Malaysias Ansehen im Ausland.

F.Morgan--TNT

Empfohlen

Armenischer Regierungschef Paschinjan mit Hessischem Friedenspreis ausgezeichnet

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan ist mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden. Der 51-Jährige erhielt den Preis bei einem Festakt am Freitag in Wiesbaden, wie der Landtag mitteilte. Paschinjan wurde für seine Friedensbemühungen im südlichen Kaukasus geehrt. Damit werde sein Bestreben um die Etablierung demokratischer Institutionen in seinem Land und die Annäherung an die Europäische Union gewürdigt.

Rechtsextremer Zemmour tritt bei Frankreichs Präsidentschaftswahl an

Sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich hat der Rechtsextremist Eric Zemmour seine Kandidatur angekündigt, die der Rechtspopulistin Marine Le Pen Stimmen kosten könnte. "Ich werde antreten", sagte Zemmour am Donnerstagabend dem Sender BFM und beendete damit Spekulationen, dass er die Kandidatur seiner Lebensgefährtin Sarah Knafo überlassen würde.

Abgestürzte Drohne: Bundesanwaltschaft prüft möglichen Zusammenhang mit Leipzig

Nach dem Fund einer abgestürzten Drohne in Niedersachsen wird eine mögliche Verbindung zu dem Drohnenvorfall vom Leipziger Flughafen geprüft. "Die Bundesanwaltschaft untersucht, ob es einen möglichen Zusammenhang geben könnte", sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Anfang der Woche war in der Nähe des Fliegerhorsts Wunstorf, der von der Bundeswehr betrieben wird, eine abgestürzte Drohne gefunden worden.

Weitere Rückendeckung aus der CDU für Merz vor wegweisenden Wahlen am Sonntag

Vor den wegweisenden Wahlen am Sonntag erhält der unter Druck stehende Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Rückendeckung aus der Parteispitze. "Wir stehen zum Kanzler", sagte Parteivize und Familienministerin Karin Prien. Auch CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) erteilten Personaldebatten erneut eine Absage. Die deutschen Kommunen und das Handwerk erinnerten die Regierung an ihre Verantwortung und mahnten zum Handeln.

Textgröße ändern: