The National Times - Zahl registrierter Schutzsuchender im vergangenen Jahr gesunken

Zahl registrierter Schutzsuchender im vergangenen Jahr gesunken


Zahl registrierter Schutzsuchender im vergangenen Jahr gesunken
Zahl registrierter Schutzsuchender im vergangenen Jahr gesunken / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der registrierten Schutzsuchenden in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent gesunken. Zum Jahresende waren rund 3,2 Millionen Menschen als schutzsuchend erfasst, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Dabei handelt es sich um Ausländerinnen und Ausländer, die sich unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten.

Textgröße ändern:

2,7 Millionen von ihnen haben einen humanitären Aufenthaltstitel und damit einen anerkannten Schutzstatus. Bei 361.000 Schutzsuchenden war noch nicht rechtskräftig über ihr Gesuch entschieden. 178.000 Schutzsuchende waren zum Jahresende 2025 ausreisepflichtig gewesen, 140.000 von ihnen wurden geduldet.

Unter den Schutzsuchenden bildeten Menschen aus der Ukraine mit mehr als 1,1 Millionen die größte Gruppe. Dahinter folgen Menschen aus Syrien (669.000) und Afghanistan (321.000). Alle drei Gruppen zusammen stellten zwei Drittel aller Schutzsuchenden.

Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine waren unter den Ersteingereisten aus der Ukraine mehr Jungen und Männer als Mädchen und Frauen. Den Statistikern zufolge dürfte das mit dem aufgehobenen allgemeinen Ausreiseverbot für ukrainische Männer zwischen 18 und 22 Jahren zusammenhängen.

Die Zahl erstmals eingereister Schutzsuchender war Ende 2025 nur noch fast halb so hoch wie Ende 2024. Vor allem aus Syrien und der Türkei kamen prozentual weniger Menschen nach Deutschland.

Den größten prozentualen Anstieg bei Aufenthaltstiteln im Vergleich zum Vorjahr gab es mit 42,5 Prozent bei der sogenannten Aufenthaltsgewährung bei nachhaltiger Integration. Dabei handelt es sich um ein Bleiberecht für geduldete Ausländer, die sich seit längerer Zeit in Deutschland aufhalten und gut integriert sind.

Diese Gesetzesvorschrift steht in Zusammenhang mit dem Chancen-Aufenthaltsrecht, das zwischen Ende 2022 und Ende 2025 galt. Dieses 18-monatige "Aufenthaltsrecht auf Probe" bot langjährig Geduldeten unter bestimmten Voraussetzungen eine Perspektive auf eine Aufenthaltsgewährung.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

Merz dringt auf DGB-Kongress auf Reformen - Fahimi fordert gerechte Lastenverteilung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einem Auftritt vor dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Zusammenarbeit aufgerufen, aber auch die Bereitschaft zu weitreichenden Reformen und Veränderungen eingefordert. "Wir müssen uns ändern, um zu erhalten, was uns gemeinsam wichtig ist", sagte der Kanzler am Dienstag in seiner Rede. Er bekräftigte er auch das Vorhaben zu einer Neuordnung der gesetzlichen Rente.

Kiew: Russland setzt Luftangriffe in der Ukraine fort

Russland hat die Ukraine nach dem Ende einer dreitägigen Waffenruhe nach Angaben aus Kiew mit mehr als 200 Drohnen angegriffen. Russland habe "selbst entschieden", die einseitige Feuerpause zu beenden, "die seit einigen Tagen angehalten hatte", erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag im Onlinedienst X. Bei russischen Luftangriffen im Osten der Ukraine wurde nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch getötet.

Marburger Bund warnt vor Termin-Engpässen bei Ärzten durch gleichzeitige Reformen

Der Ärzteverband Marburger Bund hat angesichts der gleichzeitig anstehenden Reformen im Gesundheitswesen und weniger finanziellen Mitteln vor Terminengpässen bei den Arztpraxen gewarnt. "Das wird zu Versorgungsengpässen führen", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Würden weniger finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, werde das möglicherweise zu einer Terminreduktion führen. Arztpraxen finanzierten auch ihr Personal.

Bilger sieht vor Koalitionsausschuss "viel Einsparpotenzial im Bundeshaushalt"

Vor der Sitzung des Koalitionsausschusses hat sich Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) mit Blick auf die geplante Einkommensteuerreform kompromissbereit gegenüber dem Koalitionspartner SPD gezeigt. Die Union sei "durchaus offen für die Vorschläge der SPD, wie man diese Steuerreform gegenfinanzieren kann", sagte Bilger am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Zugleich plädierte er jedoch dafür, "vor allem mal die Ausgabenseite anzuschauen". "Es gibt noch viel Einsparpotenzial im Bundeshaushalt."

Textgröße ändern: