The National Times - CDU-Vorstandsmitglied Amthor fordert mehr Zuversicht in Koalition

CDU-Vorstandsmitglied Amthor fordert mehr Zuversicht in Koalition


CDU-Vorstandsmitglied Amthor fordert mehr Zuversicht in Koalition
CDU-Vorstandsmitglied Amthor fordert mehr Zuversicht in Koalition / Foto: © AFP

Ein Jahr nach dem Antritt der Bundesregierung hat CDU-Vorstandsmitglied Philipp Amthor die schwarz-rote Koalition zu mehr Zuversicht aufgefordert. "Der Anfangswille, der war da. Jetzt ist der Fortsetzungs- und vor allem Umsetzungswille da", sagte Amthor am Dienstag den Sendern RTL und ntv. Es müsse jetzt darum gehen, die Inhalte stärker nach vorne zu stellen, statt Befindlichkeiten und Stimmungen. Er verwies auf bereits umgesetzte Projekte in der Koalition.

Textgröße ändern:

Das Entscheidende sei, "dass es Zuversicht, Optimismus und auch Lust am Gelingen gibt", sagte Amthor. Das sei im Moment "nicht an allen Stellen so verbreitet, wie es sein könnte". Die aktuelle Lage in der Koalition werde sehr ernst genommen. "Die Umfragewerte, die sind nicht gut und bei der Stimmung, da ist auch in gewisser Weise auch manchmal innerhalb der Koalition Luft nach oben." Ihn beruhige aber, dass die Inhalte deutlich besser seien als die Stimmung. "Das ist besser, als wenn es andersherum wäre, und es braucht jetzt Zuversicht. Eine handlungsfähige Regierung, die liefert und umsetzt."

Bei einer Bilanz von einem Jahr Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) könne natürlich über Stimmungsbilder geredet werden, aber auch über die bereits umgesetzten Projekte für den angekündigten Politikwechsel, sagte Amthor. Er verwies unter anderem auf das Vorgehen gegen irreguläre Migration und die Einführung der neuen Grundsicherung.

Der CDU-Sozialpolitiker Dennis Radtke wandte sich zum ersten Jahrestag der Merz-Regierung entschieden gegen ein "Weiter so". "Es müssen jetzt alle Beteiligten den Hintern hochbekommen, sonst leben wir nach den drei Landtagswahlen im September in einem anderen Land", sagte Radtke der "Bild-"Zeitung.

Im September werden in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin neue Landtage gewählt. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt die in Teilen rechtsextreme AfD deutlich vor den anderen Parteien.

Beide Koalitionspartner haben aus Radtkes Sicht Handlungsbedarf: "Die SPD muss ihre Blockadehaltung bei Reformen aufgeben und die Union das Jammern nach 'CDU pur' einstellen." Übergeordnetes Ziel müsse jetzt sein: "Wirtschaft in Schwung bringen, sozialen Frieden erhalten und durch Problemlösen Vertrauen zurückgewinnen."

Q.Marshall--TNT

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter deutlich vorn - SPD legt leicht zu

Drei Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter deutlich vorn. Die am Montag veröffentlichte Erhebung des Instituts Insa Consulere für den "Nordkurier" aus Neubrandenburg sieht die Partei bei 35 Prozent - ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zum März. Die regierende SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig legt demnach um zwei Punkte auf 28 Prozent zu.

Rumänien: Parlamentsabstimmung über designierten Regierungschef Vestea erwartet

Nach dem Auseinanderbrechen der Regierungskoalition in Rumänien hat das Parlament in Bukarest am Montag mit der Debatte über das vom designierten Regierungschef Adrian Vestea vorgeschlagene Kabinett begonnen. Die Abstimmung über Vestea und seine Minister wurde für Montagabend um 20.30 Uhr MESZ erwartet. Der pro-westliche Politiker benötigt 233 Stimmen in beiden Kammern des Parlaments, um eine Regierung zu bilden.

US-Außenminister Rubio besucht ab Dienstag drei Golfstaaten

US-Außenminister Marco Rubio hat vor dem Hintergrund der Iran-Gespräche eine Reise in drei Golfstaaten angekündigt. Rubio werde ab Dienstag die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Bahrain besuchen, erklärte sein Sprecher Tommy Pigott am Montag in Washington. Bis Donnerstag werde der Außenminister das Rahmenabkommen mit dem Iran erläutern sowie die Bemühungen um einen freien Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus.

USA und Iran einigen sich auf Fahrplan für Friedensabkommen - Atomfrage weiter unklar

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen in der Region geeinigt. Die als Vermittler agierenden Staaten Katar und Pakistan teilten am Montag mit, dass der Fahrplan binnen 60 Tagen zu einer endgültigen Vereinbarung führen solle. Zu der heiklen Frage des iranischen Atomprogramms gab es indes unterschiedliche Äußerungen.

Textgröße ändern: