The National Times - Dutzende Festnahmen bei Demonstrationen zum 1. Mai in Istanbul

Dutzende Festnahmen bei Demonstrationen zum 1. Mai in Istanbul


Dutzende Festnahmen bei Demonstrationen zum 1. Mai in Istanbul
Dutzende Festnahmen bei Demonstrationen zum 1. Mai in Istanbul / Foto: © AFP

Die türkische Polizei hat bei Demonstrationen zum 1. Mai Dutzende Menschen in Istanbul festgenommen. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, wurden insbesondere Demonstrationsgruppen in zwei verschiedenen Vierteln auf der europäischen Seite der Bosporus-Metropole ins Visier genommen. Sie wollten zum symbolträchtigen Taksim-Platz ziehen, wo in der Vergangenheit verschiedene regierungskritische Proteste stattgefunden haben und der in der Nacht vollständig abgeriegelt wurde. Örtliche Medien, darunter die oppositionelle Website Bir Gün, meldeten mindestens 57 Festnahmen.

Textgröße ändern:

Es wurden Metallbarrieren errichtet, um einen Bereich rund um die zentralen Stadtteile der Metropole abzuriegeln. Außerdem wurde ein großes Polizeiaufgebot eingesetzt.

Im Viertel Mecidiyeköy versammelten sich Aktivisten einer marxistischen Partei, die unter Rufen wie "USA Mörder, AKP Komplize" zum Taksim-Platz marschieren wollten. Die AKP ist die Regierungspartei in der Türkei. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Aktivisten ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Im Viertel Besiktas griffen die Beamten ebenfalls ein, dabei wurden Demonstranten zu Boden geworfen.

Gewerkschaften und Verbände hatten zu den Kundgebungen aufgerufen. Bereits seit Beginn der Woche hatten die türkischen Behörden im Vorfeld des 1. Mai mehrere Dutzend Menschen festgenommen, darunter Journalisten und Oppositionelle.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Teheran: USA und Iran vereinbaren Arbeitsgruppen zu Atomprogramm und Sanktionen

Bei ihren Gesprächen in der Schweiz haben sich die USA und der Iran nach Angaben Teherans auf die Einrichtung von vier Arbeitsgruppen verständigt. Zwei davon sollen sich mit dem iranischen Atomprogramm und der Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran befassen, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Dienstag unter Berufung auf Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Zwei weitere Arbeitsgruppen sollen sich demnach dem Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung im Iran sowie der "Überwachung und Umsetzung" widmen.

Teheran Chefunterhändler Ghalibaf: Iran wird Straße von Hormus verwalten

Nach den Gesprächen mit US-Vertretern in der Schweiz hat der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf laut Berichten von Staatsmedien erklärt, dass sein Land künftig die Straße von Hormus verwalten werde. "Die Straße von Hormus wird niemals in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren, sondern im Einklang mit dem Völkerrecht von der Islamischen Republik Iran verwaltet werden", sagte Ghalibaf am Dienstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Irna.

Zehnter Jahrestag des Brexit-Referendums in Großbritannien

Am Dienstag jährt sich das Brexit-Referendum in Großbritannien zum zehnten Mal. Am 23. Juni 2016 hatte eine knappe Mehrheit von 51,9 Prozent der Teilnehmenden für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gestimmt. Vollzogen wurde der Austritt dann Ende Januar 2020, Anfang 2021 verließ Großbritannien nach einer Übergangsphase die Zollunion und den EU-Binnenmarkt.

Bundeskanzler Merz empfängt senegalesischen Präsidenten

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am Dienstag den senegalesischen Präsidenten Bassirou Diomaye Faye. Nach einer Begrüßung mit militärischen Ehren (12.00 Uhr) ist ein Gespräch im Kanzleramt geplant. Themen sind nach Angaben der Bundesregierung unter anderem der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die Lage in der Sahelregion und geopolitische Fragen.

Textgröße ändern: