The National Times - Bundeslandwirtschaftsminister Rainer will staatliche Lebensmittelreserve ausbauen

Bundeslandwirtschaftsminister Rainer will staatliche Lebensmittelreserve ausbauen


Bundeslandwirtschaftsminister Rainer will staatliche Lebensmittelreserve ausbauen
Bundeslandwirtschaftsminister Rainer will staatliche Lebensmittelreserve ausbauen / Foto: © AFP/Archiv

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat Pläne zur Nachrüstung der staatlichen Lebensmittelversorgung für den Notfall bekanntgegeben. "Neben den klassischen Reserven wollen wir künftig auch mehr sofort verfügbare Lebensmittel einbeziehen, also Konserven, die im Ernstfall direkt genutzt werden können", sagte Rainer den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Textgröße ändern:

"Diese Vorräte sollen künftig nicht nur in staatlichen Lagern liegen, sondern stärker dort, wo sie ohnehin gebraucht werden: bei Herstellern und im Handel", sagte Rainer. Ein fester Teil solle dort jederzeit verfügbar sein, etwa in Lagerhallen auf dem Werksgelände.

Rainer sprach von einer gezielten Investition in die deutsche Krisenfähigkeit. "Zu Beginn, als Anschubfinanzierung, brauchen wir 30 Millionen", sagte er. "Wenn das neue System etabliert ist, liegt der jährliche Bedarf bei etwa 70 bis 80 Millionen Euro." Diese Summen wolle er verfassungsrechtlich sauber, in Form einer sogenannten Bereichsausnahme, im Bundeshaushalt verankern.

Da die Produkte nicht unbegrenzt haltbar seien, würden sie rechtzeitig in den Verkauf gegeben. "Das schafft zusätzliche Arbeit in der Logistik und die muss natürlich auch fair finanziert werden, denn entscheidend ist die Versorgungssicherheit der Bevölkerung", sagte der Minister.

Bedenken, Lebensmittelkonzerne und Einzelhandel könnten Profit schlagen aus der Lagerung, wies Rainer zurück. "Das ist keine Privatisierung, im Gegenteil", sagte er. Der Staat bleibe in der Verantwortung. "Im Krisenfall muss er für die Versorgung der Bevölkerung sorgen, und genau dieser Verantwortung stellen wir uns." Die bestehenden Strukturen des Lebensmittelhandels zu nutzen, sei dabei ein großer Vorteil.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Streit über Iran-Krieg: Trump erwägt auch Truppenabzug aus Spanien und Italien

Vor dem Hintergrund des Streits um das Vorgehen der USA im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump nach Deutschland auch Spanien und Italien mit einem Abzug von US-Truppen gedroht. "Das werde ich wahrscheinlich tun, warum sollte ich es auch nicht tun?", sagte Trump am Donnerstag im Oval Office auf eine Journalistenfrage nach einem möglichen Truppenabzug aus den beiden Ländern. "Italien war uns überhaupt keine Hilfe, und Spanien war schrecklich, absolut schrecklich", fügte er hinzu.

Trump lehnt Tragen von schusssicherer Weste aus ästhetischen Bedenken ab

US-Präsident Donald Trump will trotz mehrerer mutmaßlicher Mordanschläge auf ihn keine schusssichere Weste tragen - aus ästhetischen Bedenken. "Ich weiß nicht, ob ich es aushalte, 20 Pfund schwerer auszusehen", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten in Washington. US-Medienberichten zufolge war die Maßnahme nach den Schüssen am Rande einer Gala-Veranstaltung mit Trump in Washington am vergangenen Samstag in Erwägung gezogen worden.

Grüne und CDU in Baden-Württemberg einigen sich auf Koalitionsvertrag

Fast acht Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben sich die Grünen und die CDU auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Das teilten die Parteien nach langen Sondierungsgesprächen und zweiwöchigen Koalitionsverhandlungen am Donnerstag in der Landeshauptstadt Stuttgart mit.

Kreise: Dschihadisten in Mali beginnen mit Blockade von Hauptstadt Bamako

Dschihadisten in Mali haben Sicherheitskreisen zufolge mit einer Blockade der Hauptstadt Bamako begonnen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Sicherheits- und Transportkreisen erfuhr, wurde in Richtung der Hauptstadt eine Straßenblockade errichtet. Nach Angaben von Transportunternehmen saßen am Donnerstag hunderte Fahrzeuge und Waren an verschiedenen Zufahrtsstraßen zur Stadt fest, insbesondere auf den Straßen in die für Malis Wirtschaft wichtigen Hafenstädte Conakry, Abidjan und Dakar.

Textgröße ändern: