The National Times - Gipfeltreffen in Zypern: EU-Staaten hoffen auf "Stabilität" im Nahen Osten

Gipfeltreffen in Zypern: EU-Staaten hoffen auf "Stabilität" im Nahen Osten


Gipfeltreffen in Zypern: EU-Staaten hoffen auf "Stabilität" im Nahen Osten
Gipfeltreffen in Zypern: EU-Staaten hoffen auf "Stabilität" im Nahen Osten / Foto: © AFP

Mehrere Staat- und Regierungschefs der EU haben bei ihrem Treffen in Zypern zu langfristigen Friedensbemühungen im Iran-Krieg aufgerufen. "Es liegt in unser aller Interesse, dass so schnell wie möglich wieder Stabilität einkehrt und die Volkswirtschaften der Welt zur Ruhe kommen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Freitag in Nikosia.

Textgröße ändern:

US-Präsident Donald Trump hatte noch am Donnerstag verkündet, er habe "alle Zeit der Welt". Die USA verlegten unterdessen einen dritten Flugzeugträger in die Region. Ob es demnächst neue Verhandlungen zwischen Teheran und Washington gibt, ist unklar.

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez sagte in Zypern, es sei "nicht einmal klar, was überhaupt das Ziel dieses Krieges ist". Das Prinzip des "Rechts des Stärkeren macht die Welt letztlich viel schwächer", betonte er.

Die EU-Staats- und Regierungschef wollen am Mittag mit Vertretern aus dem Nahen Osten und der Golfregion über die Lage im Iran beraten. Nach Angaben von EU-Beamten werden Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi, der libanesische Präsident Joseph Aoun, Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa, der jordanische Kronprinz Hussein bin Abdullah sowie der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates, Dschassim Mohammed al-Budaiwi, erwartet.

Trump hatte am Dienstag eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg auf vorerst unbestimmte Zeit verlängert. Ihm zufolge soll sie gelten, bis der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlegt. Sowohl der Iran als auch die USA blockieren die Seestraße von Hormus.

Neben dem Iran steht beim Gipfeltreffen am Freitag der nächste mehrjährige EU-Haushalt auf der Tagesordnung. Schon am Donnerstag trafen die Staats- und Regierungschefs mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen.

S.O'brien--TNT

Empfohlen

Bundeswehr-Generalinspekteur Breuer wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses. Die Generalstabschefinnen und -chefs der Nato-Mitgliedstaaten wählten Breuer am Samstag einstimmig, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. Er wird damit Mitte kommenden Jahres die Nachfolge von Giuseppe Cavo Dragone auf dem Posten antreten. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach von einer "ausgezeichneten Nachricht" für das Verteidigungsbündnis.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Rechtsradikalen in Den Haag

Im niederländischen Den Haag ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und hunderten Rechtsradikalen gekommen. Trotz eines Verbots zogen am Samstag rund 500 Demonstranten durch das Stadtzentrum, skandierten antisemitische Parolen und attackierten die Beamten mit Feuerwerk und Wurfgeschossen. Es gab mehrere Festnahmen, die Polizei setzte Schlagstöcke und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.

US-Abkommen mit Dänemark zu Grönland wird von jeder Seite als Erfolg verbucht

Die Einigung zwischen den USA und Dänemark zur Sicherheit Grönlands hat jede Seite für sich als Erfolg verbucht. Die Vereinbarung sei "gut für die Nato und für Europa", erklärte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen am späten Freitagabend. US-Präsident Donald Trump betonte seinerseits, die Vereinbarung über die Zukunft der autonomen dänischen Arktisinsel übertrage die "dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland" an Washington. Um die Zukunft Grönlands hatte es lange ein erbittertes Ringen mit Drohungen von Trumps Seite gegeben.

Trump setzt neues Sanktionspaket gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat verschärfte Sanktionen gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag ein nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossenes Gesetz, das den Druck auf Russland zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erhöhen soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Trump für das Sanktionspaket, aus Moskau kamen neue Drohungen.

Textgröße ändern: