The National Times - Bericht: Bundestagspräsidentin Klöckner von Signal-Hack betroffen

Bericht: Bundestagspräsidentin Klöckner von Signal-Hack betroffen


Bericht: Bundestagspräsidentin Klöckner von Signal-Hack betroffen
Bericht: Bundestagspräsidentin Klöckner von Signal-Hack betroffen / Foto: © AFP/Archiv

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) ist einem Bericht zufolge Opfer der aktuellen Phishing-Angriffswelle gegen Nutzer des Messengerdiensts Signal geworden. Das Signal-Konto der CDU-Politikerin sei von den Angreifern erfolgreich kompromittiert worden, berichtete der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf ungenannte Quellen. Internationale Nachrichtendienste machen Russland für die seit Monaten andauernde Angriffswelle verantwortlich.

Textgröße ändern:

Klöckners Sprecher wollte die Angaben gegenüber AFP weder bestätigen noch dementieren. Der Bundestag gebe "zu sicherheitskritischer Infrastruktur grundsätzlich keine Auskunft", erklärte er.

Klöckner bekleidet als Bundestagspräsidentin das zweithöchste Staatsamt, sie ist auch Teil des CDU-Präsidiums. Dessen Mitglieder kommunizieren laut "Spiegel" offenbar ebenfalls via Signal-Gruppenchat. Ein Mitglied des Chats sei auch Bundeskanzler Friedrich Merz.

Nach "Spiegel"-Informationen haben Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz den Kanzler in der Sache bereits persönlich aufgesucht und über den Vorgang unterrichtet. Eine Untersuchung seines Smartphones hat anders als bei Bundestagspräsidentin Klöckner offenbar keine Auffälligkeiten ergeben.

Erst am Dienstag hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die Fraktionsspitzen der im Bundestag vertretenen Parteien und die Partei-Geschäftsstellen laut "Spiegel" erneut eindringlich vor der andauernden Kampagne gewarnt. Es sei "davon auszugehen, dass so zahlreiche Signal-Gruppen im parlamentarischen Raum derzeit von den Angreifern nahezu unbemerkt ausgelesen werden", hieß es in einer schriftlichen Warnung des BfV, aus welcher der "Spiegel" zitierte. "Dem BfV sind bereits zahlreiche hochrangige Betroffenheiten bekannt geworden." Angesichts der Art der Angriffe sei "von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen".

F.Harris--TNT

Empfohlen

Französische Rechtspopulistin Le Pen spricht sich gegen russische Einflussnahme aus

Gut sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist die Kandidatin des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, auf Distanz zur russischen Regierung gegangen. Diese könne nicht darauf hoffen, durch "Einschüchterung, Drohungen, Destabilisierung oder psychologischen Druck direkt oder indirekt die Politik Frankreichs zu diktieren", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit RN-Parteichef Jordan Bardella.

Weißes Haus verwehrt Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump gegen sie verhängten Hausverbot hat das Weiße Haus Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW sowie des Nachrichten-Portals Politico am Samstag den Zutritt verwehrt. Die betroffenen Medien verurteilten Trumps Schritt als Verletzung der US-Verfassung und kündigten an, weiterhin über die Regierung zu berichten.

Bundeswehr-Generalinspekteur Breuer wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses. Die Generalstabschefinnen und -chefs der Nato-Mitgliedstaaten wählten Breuer am Samstag einstimmig, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. Er wird damit Mitte kommenden Jahres die Nachfolge von Giuseppe Cavo Dragone auf dem Posten antreten. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach von einer "ausgezeichneten Nachricht" für das Verteidigungsbündnis.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Rechtsradikalen in Den Haag

Im niederländischen Den Haag ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und hunderten Rechtsradikalen gekommen. Trotz eines Verbots zogen am Samstag rund 500 Demonstranten durch das Stadtzentrum, skandierten antisemitische Parolen und attackierten die Beamten mit Feuerwerk und Wurfgeschossen. Es gab mehrere Festnahmen, die Polizei setzte Schlagstöcke und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.

Textgröße ändern: