The National Times - Israels Botschafter: Haben "keine richtige Antwort" für Zeit nach Sturz im Iran

Israels Botschafter: Haben "keine richtige Antwort" für Zeit nach Sturz im Iran


Israels Botschafter: Haben "keine richtige Antwort" für Zeit nach Sturz im Iran
Israels Botschafter: Haben "keine richtige Antwort" für Zeit nach Sturz im Iran / Foto: © AFP

Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, sieht keinen ausgereiften Plan für die Zeit nach einem möglichen Sturz der iranischen Führung. "Wir müssen erst darüber nachdenken, dass wir keine richtige Antwort dafür haben", sagte er in einem Podcast des Portals Politico auf die Frage, wer den Iran künftig führen könnte - etwa der Schah-Sohn Reza Pahlavi. "Das Wichtigste ist, dass dieses Regime nicht mehr existiert", sagte Prosor.

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Ziel Israels sei es, die Fähigkeiten der Führung in dem Land zurückzudrängen, ein Wandel könne aber "nur von innen da sein". Die Bevölkerung in dem Land habe "wirklich genug und will Freiheit haben".

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.

Der Ökonom Gabriel Felbermayr erwartet kurzfristig negative wirtschaftliche Folgen für Deutschland durch den Iran-Krieg und erwähnte im Gespräch mit der "Welt" etwa die Energiepreise und unsichere Transportwege. Langfristig sei er optimistisch, führte der Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Wien aus. "Wenn es wirklich so käme, dass die Mullahs im Iran Geschichte werden und Iran wieder ein vollwertiges Mitglied der Weltgemeinschaft, wäre das für Europa und die Welt attraktiv", sagte er.

Das bezog er explizit auch auf Deutschland. "Ein Regimewechsel im Iran kann das deutsche Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent beschleunigen", sagte Felbermayr der Zeitung. Mit der Aufhebung der Sanktionen hätten deutsche Exporteure wieder einen direkten Zugang zum iranischen Markt. Beim Iran sei das Potenzial auch größer als bei dem gerade abgeschlossenen Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten, weil das Land näher liege.

L.Graham--TNT

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