The National Times - Hamas-Vertreter: Wahl eines neuen Anführers steht kurz bevor

Hamas-Vertreter: Wahl eines neuen Anführers steht kurz bevor


Hamas-Vertreter: Wahl eines neuen Anführers steht kurz bevor
Hamas-Vertreter: Wahl eines neuen Anführers steht kurz bevor / Foto: © AFP

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas steht nach Angaben eines ranghohen Vertreters kurz vor der Wahl eines neuen Anführers. Zur Auswahl stünden die langjährigen Hamas-Funktionäre Chaled Meschaal und Chalil al-Hajja, teilte der Hamas-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag mit. Zuvor seien in einer internen Wahl die Besetzung des Schura-Rates mit mehr als 80 Mitgliedern und des 18-köpfigen Politbüros bestimmt worden.

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Ein weiterer Hamas-Vertreter bestätigte die Entwicklungen. Einem dritten Hamas-Vertreter zufolge wird der neue Anführer die Organisation nur ein Jahr lang leiten. Der neue Kopf der Organisation wird zwischen Forderungen der USA und Israels nach einer Entwaffnung der Hamas und dem Widerstand dagegen durch ihren bewaffneten Flügel, die Essedin-al-Kassam-Brigaden, navigieren müssen.

Der 65-jährige al-Hajja ist im Gazastreifen geboren und fungierte zuletzt als Chefunterhändler der Hamas bei Waffenruhegesprächen. Im vergangenen Monat erklärte ein Vertreter AFP, al-Hajja genieße die Unterstützung der Essedin-al-Kassam-Brigaden.

Meschaal wurde 1956 im Westjordanland geboren und leitete von 2004 bis 2017 das Hamas-Politbüro. Er hat noch nie im Gazastreifen gelebt und steht derzeit an der Spitze des Diaspora-Büros der Hamas.

Im Laufe des Gaza-Krieges hatte Israel mehrere hochrangige Hamas-Mitglieder getötet, darunter zwei ehemalige Anführer.

Mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 hatte die Hamas den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern töteten die Islamisten 1221 Menschen, 251 Menschen verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Israel startete daraufhin eine Militäroffensive im Gazastreifen. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach Hamas-Angaben mehr als 70.000 Palästinenser getötet. Seit Oktober vergangenen Jahres ist eine brüchige Waffenruhe in Kraft.

Die Entmilitarisierung des Gazastreifens ist eine der Kernforderungen im 20-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump, die darin ausdrücklich erwähnte Entwaffnung der Hamas gilt als Schlüssel für einen Frieden in Nahost. In einer Erklärung, in der die Hamas den Plan unter bestimmten Bedingungen befürwortet, ist eine Entwaffnung dagegen nicht explizit erwähnt.

Der US-Plan sieht vor, dass die Verwaltung des Gazastreifens vorübergehend einem Komitee übertragen werden soll, das sich aus 15 palästinensischen Fachleuten zusammensetzt. Es untersteht einem von Trump geleiteten "Friedensrat", bis die Palästinenserbehörde unter Präsident Mahmud Abbas ein Reformprogramm aufgestellt hat.

A.M.Owen--TNT

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