The National Times - Schüsse am Rande von Dinner mit Trump - Präsident nennt Täter "gestört"

Schüsse am Rande von Dinner mit Trump - Präsident nennt Täter "gestört"


Schüsse am Rande von Dinner mit Trump - Präsident nennt Täter "gestört"

Nach Schüssen am Rande einer Veranstaltung mit Donald Trump hat der US-Präsident den Täter als einen "sehr gestörten" Mann bezeichnet. Der nach den Schüssen an einer Sicherheitskontrolle für das traditionelle Korrespondenten-Dinner in Washington festgenommene Mann habe ein anti-christliches Manifest verfasst und sei ein "kranker Typ", sagte Trump am Sonntag. Unmittelbar nach den Schüssen hatte er sich überzeugt gezeigt, dass der Mann ein Attentat auf ihn verüben wollte.

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Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend im Hilton-Hotel in Washington, wo das alljährliche Dinner der White-House-Korrespondenten stattfand. Erstmals nahmen Trump und seine Frau Melania an der Veranstaltung teil. Während sie und andere Regierungsmitglieder sowie zahlreiche Gäste im Ballsaal saßen, fielen in einem Kontrollbereich am Zugang zu dem Veranstaltungsort Schüsse, der Täter wurde umgehend von Sicherheitsleuten überwältigt. Bei ihm handelte es sich nach Angaben der Ermittler um einen Hotelgast.

Im Veranstaltungssaal wurde niemand verletzt. In einer rasch anberaumten Pressekonferenz am Samstagabend bezeichnete Trump den Festgenommenen als "Möchtegern-Mörder", der es auf ihn "abgesehen" habe. Der Mann habe möglicherweise aus Unzufriedenheit mit seiner Politik gehandelt. "Die bedeutendsten Persönlichkeiten, diejenigen, die am meisten bewirken, diejenigen, die den größten Einfluss haben, sind diejenigen, auf gezielt wird", sagte Trump.

Am Sonntag dann sagte der Präsident dem Fernsehsender Fox News: "Wenn man sein Manifest liest, merkt man, dass er Christen hasst." Auch Verwandte des Mannes hätten sich "darüber beschwert", sagte Trump weiter. "Sie haben sogar die Polizei eingeschaltet. Er war ein sehr gestörter Mensch."

Justizminister Todd Blanche erklärte, "sehr frühe" Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass der Täter "Mitglieder der Regierung im Visier hatte". Der unmittelbar nach der Tat festgenommene Mann kooperiere bislang nicht mit den Ermittlern. "Wir gehen davon aus, dass er mit dem Zug von Los Angeles nach Chicago und dann von Chicago nach Washington gereist ist", sagte Blanche. Der Täter habe mehrere Schusswaffen und Messer bei sich gehabt.

Der amtierende Justizminister hielt sich am Samstagabend ebenso wie Trump, dessen Ehefrau Melania und andere Regierungsmitglieder im Veranstaltungsraum des Hilton-Hotels in Washington auf, als fast genau zum Zeitpunkt einer geplanten Rede des Präsidenten außerhalb des Festsaals die Schüsse fielen. Trump und seine Frau Melania wurden rasch von Sicherheitskräften abgeschirmt und in Sicherheit gebracht. Auch Vizepräsident JD Vance und die anwesenden Kabinettsmitglieder sowie alle Gäste überstanden den Vorfall unversehrt.

Trump veröffentlichte ein Foto, auf dem der Verdächtige mit Handschellen gefesselt und dem Gesicht nach unten auf dem Boden liegt. Eine Kugel traf die Schutzweste eines Beamten des Secret Service, der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der mutmaßliche Schütze soll am Montag einem Bundesgericht vorgeführt werden. Von US-Medien wurde er als der 31-jährige Maschinenbau-Ingenieur Cole Tomas Allen aus Torrance im US-Bundesstaat Kalifornien identifiziert. Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, durchsuchten schwer bewaffnete Spezialkräfte der Bundespolizei FBI ein Haus in dem Ort nahe Los Angeles.

Trump hatte am Samstag erstmals als Präsident an dem jährlichen Korrespondenten-Dinner teilgenommen. Seine nach dem Vorfall eilig anberaumte Pressekonferenz hielt er noch im Smoking ab. Während des Dinners hatten sich hunderte geladene Gäste in dem Hotel aufgehalten. Nach den Schüssen riefen Sicherheitskräfte "Auf den Boden!", Gäste in festlicher Abendkleidung suchten unter Tischen Schutz. Polizisten stürmten den Veranstaltungsort, auf der Bühne bezogen Sicherheitsbeamte mit gezogenen Waffen Stellung.

Trump erklärte kurz nach dem Vorfall, die Sicherheitskräfte vor Ort hätten einen "fantastischen Job" gemacht und "schnell und mutig" gehandelt. Bei seiner Pressekonferenz sagte er aber auch, bei dem Hilton-Hotel handele es sich "nicht um ein besonders sicheres Gebäude". Schon einmal war das Hotel Schauplatz eines Angriffs auf einen US-Präsidenten gewesen: 1981 erlitt dort der damalige Präsident Ronald Reagan bei einem Attentat eine Schussverletzung.

Trump war im Juli 2024 während des Wahlkampfes für seine zweite Amtszeit knapp einem Attentat entgangen, die Kugel des Attentäters streifte ihn am Ohr.

F.Hughes--TNT

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