The National Times - Iran-USA-Konflikt: Irans Präsident ordnet Aufnahme von Atomgesprächen an

Iran-USA-Konflikt: Irans Präsident ordnet Aufnahme von Atomgesprächen an


Iran-USA-Konflikt: Irans Präsident ordnet Aufnahme von Atomgesprächen an
Iran-USA-Konflikt: Irans Präsident ordnet Aufnahme von Atomgesprächen an / Foto: © AFP

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran scheint eine baldige Aufnahme von Atomgesprächen näher zu rücken: Irans Präsident Massud Peseschkian ordnete am Montag die Aufnahme von Gesprächen über das iranische Atomprogramm mit den USA an, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert, dass ein "Deal" mit Teheran zustande komme. Unterdessen bestellte Teheran wegen der Einstufung der Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation durch die Europäische Union Botschaftsvertreter von EU-Mitgliedstaaten ein.

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"Der Iran und die USA werden Diskussionen über die Atomfrage führen", meldete Fars, ohne ein Datum der Gespräche zu nennen. Zuvor hatte Außenamtssprecher Esmail Bakaei bekannt gegeben, dass in Teheran derzeit an einem "Rahmen" für entsprechende Verhandlungen gearbeitet werde.

Auslöser der jüngsten Spannungen war die gewaltsame Niederschlagung der regierungskritischen Proteste im Iran mit tausenden Toten, angesichts derer US-Präsident Donald Trump einen möglichen neuen Militärangriff auf den Iran angedroht hatte. Die USA entsandten Kriegsschiffe in die Region - und forderten zu Verhandlungen über das iranische Atomprogramm auf.

Am Wochenende signalisierten sowohl Trump als auch die iranische Führung Verhandlungsbereitschaft. Zugleich sandten beide Seiten jedoch auch erneute Drohungen aus: Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, warnte für den Fall eines US-Angriffs vor einem "regionalen Krieg". Die Streitkräfte Teherans wurden Armeeangaben zufolge in Alarmbereitschaft versetzt.

Trump zeigte sich unbeeindruckt von Chameneis Drohungen. "Natürlich sagt er so etwas", erklärte Trump am Sonntag. Er hoffe weiterhin auf eine "Einigung".

Zuvor hatte Trump betont, dass "die Zeit knapp" werde für Teheran, um auf diplomatischem Wege einen "Deal" in der Atomfrage zu schließen. Gegenüber dem Sender Fox News beantwortete Trump die Frage, ob er dem Iran eine Frist für ein Abkommen zu Teherans Atom- oder Raketenprogramm gesetzt habe, mit ja.

Der iranische Außenamtssprecher Bakaei widersprach dieser Schilderung am Montag jedoch. Teheran "akzeptiert niemals Ultimaten", er könne nicht bestätigen, eine entsprechende Nachricht erhalten zu haben.

Nachbarländer in der Region standen derweil als Vermittler des Konflikts bereit. Irans Außenminister Abbas Araghtschi reiste vergangene Woche für Gespräche in die Türkei und sprach eigenen Angaben zufolge mit seinen Kollegen aus Ägypten und Saudi-Arabien. Washington und Teheran unterhalten seit vier Jahrzehnten keine direkten diplomatischen Beziehungen.

Das Außenministerium in Teheran bestellte am Montag zudem die Botschaftsvertreter von EU-Mitgliedstaaten ein, darunter auch den deutschen Botschafter. Dies sei eine Reaktion auf die Einstufung der Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation durch die EU, erklärte Bakaei.

Vergangene Woche hatten sich die EU-Außenminister nach langjährigen Verhandlungen auf die Terroreinstufung geeinigt. Die EU macht die Revolutionsgarden für die Niederschlagung der jüngsten Protestbewegung im Land verantwortlich.

Teheran erklärte daraufhin am Sonntag die Streitkräfte der EU-Mitgliedstaaten zu "terroristischen Gruppen". Die Ankündigung erschien vor allem symbolischer Natur zu sein, ihre Folgen waren zunächst unklar.

Iranische Sicherheitskräfte waren mit großer Härte gegen Demonstrierende vorgegangen. Die in den USA angesiedelte Menschenrechtsorganisation Hrana konnte nach eigenen Angaben mehr als 6700 Tote bestätigen, darunter 137 Kinder. Die Organisation prüft 17.000 weitere mögliche Todesfälle. Die iranischen Behörden sprechen von rund 3100 Toten, am Sonntag veröffentlichten sie die Namen von knapp 3000 Getöteten.

Die Proteste zum Jahresende 2025 hatten sich zunächst an der schlechten Wirtschaftslage im Iran entzündet, richteten sich dann aber gegen die Machthabenden.

R.T.Gilbert--TNT

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