The National Times - "Viel Arbeit erledigt": Ukraine und Russland wollen weiter direkt verhandeln

"Viel Arbeit erledigt": Ukraine und Russland wollen weiter direkt verhandeln


"Viel Arbeit erledigt": Ukraine und Russland wollen weiter direkt verhandeln
"Viel Arbeit erledigt": Ukraine und Russland wollen weiter direkt verhandeln / Foto: © UAE PRESIDENTIAL COURT/AFP

Die Ukraine und Russland haben bei ihren Verhandlungen in Abu Dhabi nach US-Angaben "viel Arbeit" erledigt - und sie wollen weiter direkt miteinander sprechen. Die nächste Verhandlungsrunde solle am kommenden Sonntag stattfinden, erklärte ein US-Regierungsvertreter nach dem Ende der ersten trilateralen Gespräche in Abu Dhabi. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich positiv über den Gesprächsverlauf. Überschattet wurden die Verhandlungen am Wochenende von erneuten heftigen russischen Angriffen auf mehrere Regionen der Ukraine.

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Wie der US-Regierungsvertreter zu Journalisten sagte, soll auch die nächste Gesprächsrunde in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate stattfinden. Die Einigung auf weitere Gespräche sei ein "gutes Zeichen", fügte er an. Bei den zweitägigen Unterredungen sei bereits "viel Arbeit" erledigt worden.

Es sei "viel diskutiert worden", erklärte Selenskyj im Onlinedienst X: "Es ist wichtig, dass die Gespräche konstruktiv waren." Die Ukraine sei bereit, die Unterredungen fortzuführen.

Auch nach Angaben eines Vertreters der Vereinigten Arabischen Emirate fanden die Gespräche in einer "konstruktiven und positiven Atmosphäre" statt. Für kommende Woche sei eine weitere Gesprächsrunde in dem Dreierformat vereinbart worden.

Die direkten trilateralen Gespräche in Abu Dhabi waren die ersten in diesem Format über den US-Friedensplan für die Ukraine, den Präsident Donald Trump im November erstmalig vorgelegt hatte und der seither mehrfach überarbeitet wurde.

Kurz vor Verhandlungsbeginn hatte Moskau seine Maximalforderung bekräftigt, wonach die ukrainische Armee sich aus der gesamten Region Donbass einschließlich bisher nicht von Russland kontrollierter Gebiete zurückziehen soll. Kiew lehnt dies bislang kategorisch ab.

Die russische Armee überzog unterdessen auch am Wochenende die Ukraine mit einer heftigen Angriffswelle. In der Nacht zum Samstag wurden laut Selenskyj mehrere Landesteile mit "370 Angriffsdrohnen und 21 Raketen unterschiedlichen Typs" angegriffen, betroffen waren demnach die Hauptstadt Kiew und deren Umland sowie die Regionen um die Großstädte Charkiw, Sumy und Tschernihiw. Dabei wurden allein in und um Charkiw nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und 27 weitere verletzt.

Am Sonntag forderte Selenskyj bei einem Besuch in Litauen angesichts der anhaltenden russischen Angriffe die westlichen Verbündeten auf, weitere Munition für die Luftverteidigung bereitzustellen. Die Geschosse würden "jeden Tag" benötigt, die Ukraine arbeite weiterhin mit den USA und Europa zusammen, "um einen besseren Schutz unseres Luftraums zu gewährleisten". Allein in einer Woche habe Russland "mehr als 1700 Angriffsdrohnen, mehr als 1380 Lenkbomben und 69 Raketen verschiedener Typen" auf sein Land abgefeuert.

Russland greift insbesondere die Kraftwerke und das Stromnetz der Ukraine in dem seit fast vier Jahren andauernden Krieg regelmäßig an. In der Folge sind aktuell hunderttausende Ukrainer mitten im Winter ohne Strom und Heizung. In der vergangenen Woche hatte Selenskyj deshalb den Notstand für den Energiesektor erklärt.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew, dem Hauptziel russischer Angriffe, ist die Lage besonders schwierig. Etwa eine halbe Million Einwohner haben die Stadt bislang verlassen. Nach den russischen Angriffen vom Samstag seien 1676 Hochhäuser ohne Heizung, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko.

In Litauen nahm Selenskyj an den Gedenkfeierlichkeiten zum Aufstand von 1863 teil, der sich auf dem heutigen Gebiet Polens wie Litauens gegen das russische Zarenreich richtete. Das Büro des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, der ebenfalls an den Feierlichkeiten teilnahm, zog eine Parallele zur Gegenwart. Es sei "heute leichter, sich den kommenden Problemen zu stellen, wenn wir in der Vergangenheit nach dem suchen, was wir gemeinsam haben". Dies gelte "insbesondere in Zeiten der Wiedergeburt des imperialen Russlands".

R.Evans--TNT

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