The National Times - Grönland: Frederiksen für "dauerhafte Nato-Präsenz" in der Arktis

Grönland: Frederiksen für "dauerhafte Nato-Präsenz" in der Arktis


Grönland: Frederiksen für "dauerhafte Nato-Präsenz" in der Arktis
Grönland: Frederiksen für "dauerhafte Nato-Präsenz" in der Arktis / Foto: © AFP

Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hat sich für eine dauerhafte Stationierung von Nato-Soldaten in Grönland ausgesprochen. Innerhalb des Militärbündnisses seien sich alle einig, "dass wir eine dauerhafte Nato-Präsenz in der Arktis brauchen", sagte Frederiksen am Rande eines EU-Sondergipfels am Donnerstag in Brüssel. Sie zeigte sich bereit zu Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump und pochte zugleich auf die Souveränität ihres Landes.

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Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatten nach Angaben aus Verhandlungskreisen vereinbart, einen 75 Jahre alten Vertrag über die US-Militärpräsenz in Grönland neu zu verhandeln. Frederiksen sagte in Brüssel, ihr Land habe den USA bereits vor Monaten angeboten, über das Abkommen zu sprechen. "Aber es muss im Rahmen unserer Souveränität als Staat geschehen", betonte die dänische Regierungschefin.

Trump hatte am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in der Schweiz eine Kehrtwende vollzogen und erklärt, er werde Grönland nicht mit Gewalt einnehmen und auf die für den 1. Februar angekündigten Strafzölle verzichten. Die Frage der Souveränität Grönlands kam Rutte zufolge auch in folgenden Gesprächen nicht mehr auf.

Das Abkommen von 1951 gibt den USA bereits weitgehende Möglichkeiten, ihre Militärpräsenz auf der Arktis-Insel auszubauen - im Rahmen der Nato und in Absprache mit Grönland und Dänemark. Die USA unterhalten den Militärstützpunkt Pituffik im Nordwesten der Insel mit derzeit rund 200 Soldatinnen und Soldaten. Dieser ist wichtig für die US-Raketenabwehr, er liegt auf der kürzesten Flugbahn nach Russland.

M.Wilson--TNT

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