The National Times - "Putin nutzt Kälte als Waffe": Deutschland wirft Russland Kriegsverbrechen vor

"Putin nutzt Kälte als Waffe": Deutschland wirft Russland Kriegsverbrechen vor


"Putin nutzt Kälte als Waffe": Deutschland wirft Russland Kriegsverbrechen vor
"Putin nutzt Kälte als Waffe": Deutschland wirft Russland Kriegsverbrechen vor / Foto: © AFP

Angesichts der wiederholten Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine hat die Bundesregierung der russischen Führung Kriegsverbrechen vorgeworfen. Russlands Präsident Wladimir Putin "nutzt Kälte als Waffe", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Mittwoch in Berlin. "Sein Vorgehen ist zutiefst unmenschlich und menschenverachtend." Russlands Kriegsführung solle die Ukraine zermürben: "Russland begeht hier aus unserer Sicht Kriegsverbrechen."

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Nach einem russischen Angriff in der Nacht zum Dienstag waren bei fast der Hälfte der Wohnungen in der Hauptstadt Kiew bei zweistelligen Minusgraden Strom und Heizung ausgefallen. Rund jeder sechste Bewohner Kiews ist dem Aufruf von Bürgermeister Vitali Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung gefolgt: 600.000 der 3,6 Millionen Einwohner hätten die Stadt seit dem 9. Januar verlassen, sagte Klitschko am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin wollte sich am Mittwoch nicht zu der Frage äußern, wie viele dieser 600.000 Kiewerinnen und Kiewer in Deutschland Zuflucht suchen dürften. "Ich kann nicht spekulieren", sagte der Sprecher. "Bislang haben wir keine Erhöhung der Fluchtbewegung sehen können."

Am 9. Januar hatte die russische Armee ihren bislang heftigsten Angriff auf die Energieinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt ausgeführt. Zahlreiche Kiewer hatten tagelang keinen Strom. In einem außergewöhnlichen Appell hatte Bürgermeister Klitschko die betroffenen Bürger aufgerufen, die Stadt nach Möglichkeiten vorübergehend zu verlassen.

Nach dem russischen Angriff in der Nacht zum Dienstag wiederholte Klitschko seinen Aufruf. Um die Belastung des Energienetzes der Stadt zu verringern, sollten alle, die Zugang zu einer Unterkunft außerhalb der Stadt hatten, diese nutzen.

Vizeregierungssprecher Meyer sagte dazu in Berlin: "Russland überzieht die Ukraine im kältesten Winter seit Beginn seines Angriffskrieges Nacht für Nacht mit brutalen Angriffswellen auf zivile Ziele und die Energieinfrastruktur." Die Bundesregierung verurteile "diese fortgesetzten massiven russischen Luftangriffe auf das Schärfste", fügte er hinzu. "Hunderttausende Kinder, ältere Menschen, ganze Familien müssen bei eisigen Minusgraden ohne Strom, ohne Heizung und ohne warmes Wasser ausharren."

R.Campbell--TNT

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