The National Times - SPD-Politiker Ahmetovic: Deutschland lässt sich in Grönland-Streit nicht erpressen

SPD-Politiker Ahmetovic: Deutschland lässt sich in Grönland-Streit nicht erpressen


SPD-Politiker Ahmetovic: Deutschland lässt sich in Grönland-Streit nicht erpressen
SPD-Politiker Ahmetovic: Deutschland lässt sich in Grönland-Streit nicht erpressen / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland hat der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic das Vorgehen der Bundesregierung verteidigt. "Wir lassen uns nicht erpressen", sagte Ahmetovic am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Bundesregierung habe in der Frage "einen scharfen Kurs" eingeschlagen.

Textgröße ändern:

Es sei nicht hinnehmbar, dass Grönland und Dänemark in der territorialen Integrität und nationalen Souveränität angegriffen würden, sagte der SPD-Politiker. Der Angriff sei eine "historische Zäsur". Die Motive Trumps seien für ihn nicht überzeugend. "Deshalb ist ein Gegenhalten möglicherweise durch Zölle genau der richtige Weg", sagte Ahmetovic.

Das Irrationale sei bei Trump normal. "Für ihn ist Außen- und Sicherheitspolitik ein Geschäftsmodell", sagte Ahmetovic. Er rief dazu auf, sich von erhöhten Zöllen nicht beeindrucken zu lassen. "Wir können auch stark sein", sagte Ahmetovic.

Der europäische Pfeiler in der Nato müsse dabei gestärkt werden. Das Bündnis aber für beendet zu erklären, gehe zu weit. Es gebe zwar momentan ein Problem mit der US-Regierung, die USA seien aber weiterhin Deutschlands und Europas Partner. Trump werde es nicht wagen, aus der Nato auszutreten, zeigte sich der SPD-Außenpolitiker überzeugt.

Trump hatte am Samstag erneut gefordert, die USA müssten aus Gründen der nationalen Sicherheit die Kontrolle über das zum Nato-Partner Dänemark gehörende Grönland übernehmen. Er kündigte neue Zölle für acht europäische Länder an, weil diese sich weigerten, seinen Forderungen nachzukommen, darunter auch Deutschland. Ab dem 1. Februar würden demnach zusätzliche Zölle von zehn Prozent fällig, ab Juni dann von 25 Prozent.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Britischer König Charles III. zu Besuch in Nordirland eingetroffen

Der britische König Charles III. und seine Frau Camilla sind am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch in Nordirland eingetroffen. In der nordirischen Hauptstadt Belfast besuchte das königliche Paar zunächst das Thompson Dock, auf dem die "Titanic" kurz vor ihrer verhängnisvollen Jungfernfahrt 1912 fertiggestellt wurde. Anschließend wurden Charles und Camilla von einer Volksmusikgruppe empfangen und probierten selbst traditionelle Instrumente aus.

Showdown in Kentucky: Trump will innerparteilichen Gegner Massie aus dem Amt drängen

"Ein furchtbarer Kongressabgeordneter": US-Präsident Donald Trump hat während der laufenden Kongress-Vorwahl im südlichen Bundesstaat Kentucky gegen einen innerparteilichen Widersacher ausgeteilt. Trump warf dem republikanischen Abgeordneten Thomas Massie am Dienstag vor, sich Schlüsselvorhaben seiner Regierung widersetzt zu haben. Um Massie loszuwerden, unterstützt Trump in Kentucky einen Gegenkandidaten.

Britischer Staatsminister hofft auf Wiedereintritt in die EU "zu Lebzeiten"

Der britische Staatsminister für Handelspolitik, Chris Bryant, will "zu Lebzeiten" noch den Wiedereintritt seines Landes in die Europäische Union erleben. "Aber das machen wir nicht diesen Sommer", sagte der 64-Jährige am Dienstag im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Er hoffe, dass die Briten "als vollwertige Mitglieder der EU wieder fest im Herzen Europas begrüßt werden".

Französischer Rechtspopulist Bardella sieht "ideologische Übereinstimmungen" mit Merz

Der französische Rechtspopulist und mögliche Präsidentschaftskandidat Jordan Bardella sieht "ideologische Übereinstimmungen" mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Diese umfassten sowohl die Kritik am EU-Klimaschutzprogramm Green Deal als auch den Umgang mit "Migrationsströmen", sagte Bardella am Dienstag in Straßburg. "Es ist wichtig, diese Gemeinsamkeiten zu betonen."

Textgröße ändern: