The National Times - Nato-Generalsekretär Rutte spricht mit Trump über "Sicherheitslage in Grönland"

Nato-Generalsekretär Rutte spricht mit Trump über "Sicherheitslage in Grönland"


Nato-Generalsekretär Rutte spricht mit Trump über "Sicherheitslage in Grönland"
Nato-Generalsekretär Rutte spricht mit Trump über "Sicherheitslage in Grönland" / Foto: © AFP/Archiv

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben "über die Sicherheitslage in Grönland und der Arktis" gesprochen. "Wir werden weiter daran arbeiten und ich freue mich darauf, ihn im Laufe dieser Woche in Davos zu sehen", schrieb Rutte am Sonntag im Onlinedienst X. Nähere Angaben machte er zunächst nicht. Trump will am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Rede halten, die wegen des Streits um Grönland mit Spannung erwartet wird.

Textgröße ändern:

Grönland gehört als autonomes Gebiet zum EU- und Nato-Land Dänemark. Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Meist war von einem Kauf der Arktis-Insel die Rede, aber auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus. Am Samstag hatte Trump den Streit um Grönland nochmals angeheizt, indem er Deutschland und weiteren europäischen Nato-Ländern mit Strafzöllen drohte.

Da Dänemark wie die USA der Nato angehört, droht der Konflikt um Grönland das Verteidigungsbündnis zu spalten. Vor dem Hintergrund von Trumps Drohungen hatte auf Einladung Dänemarks in dieser Woche eine Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder in Grönland stattgefunden, an der sich auch die Bundeswehr mit 15 Soldatinnen und Soldaten beteiligte. Alle beteiligten Länder sind nun von Trumps Zolldrohung betroffen.

Der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen sagte am Sonntag bei einem Besuch in Norwegen, die Weltordnung, "wie wir sie kennen", und die "Zukunft" der Nato stünden auf dem Spiel. Er habe aber keinen Zweifel daran, dass Dänemark im Streit um Grönland auf "starke europäische Unterstützung" setzen könne. Europa sei stärker, "wenn wir gemeinsam Stärke zeigen", fügte er hinzu.

T.Hancock--TNT

Empfohlen

Syriens Übergangspräsident gibt Vereinbarung mit Kurden und Waffenruhe bekannt

Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat im Konflikt mit den Kurden-Milizen eine Vereinbarung mit dem Anführer der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), Maslum Abdi, bekanntgegeben, die unter anderem eine Waffenruhe vorsieht. "Ich empfehle einen vollständigen Waffenstillstand", sagte al-Scharaa am Sonntag nach einem Treffen mit dem US-Syriengesandten Tom Barrack im Präsidentenpalast in Damaskus.

Wadephul rechnet vorerst nicht mit Unterzeichnung von EU-Handelsabkommen mit den USA

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rechnet vorerst nicht mit der Unterzeichnung des EU-Handelsabkommens mit den USA. "Ich glaube nicht, dass in dieser aktuellen Situation diese Vereinbarung möglich ist", sagte Wadephul am Sonntag im ARD-"Bericht aus Berlin" mit Blick auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Sonderzöllen im Streit um Grönland. "Das ist eine Entscheidung, die natürlich die Kolleginnen und Kollegen im Europaparlament zu treffen haben", sagte Wadephul, er sei aber "sehr skeptisch, dass das jetzt gelingen kann".

Syrische Armee rückt gegen Kurden vor und nimmt größtes Ölfeld des Landes ein

Bei ihrem Vorstoß im bisher von Kurden kontrollierten Norden und Osten des Landes haben syrische Regierungstruppen das größte Ölfeld des Landes eingenommen. Die kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) zogen sich am Sonntag aus den bislang von ihr kontrollierten Gebieten im östlichen Teil der Region Deir Essor zurück, darunter die Ölfelder Al-Omar und Al-Tanak.

2000 Menschen bei Berliner Solidaritäts-Demonstration für Menschen im Iran

Bei einer Demonstration für Solidarität mit den Protestierenden im Iran sind in Berlin am Sonntag nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen auf die Straße gegangen. Bis zum Nachmittag wurden keine besonderen Vorkommnisse gemeldet, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Zu der Demonstration hatte nach Angaben der Veranstalter ein Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie Amnesty International sowie die Linkspartei aufgerufen.

Textgröße ändern: