The National Times - Zolldrohung Trumps: Grünen-Politikerin Dröge fordert starke Antwort der EU

Zolldrohung Trumps: Grünen-Politikerin Dröge fordert starke Antwort der EU


Zolldrohung Trumps: Grünen-Politikerin Dröge fordert starke Antwort der EU
Zolldrohung Trumps: Grünen-Politikerin Dröge fordert starke Antwort der EU / Foto: © AFP

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat auf die Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland eine starke Antwort der Europäischen Union gefordert. "Es ist elementar, dass die EU nun in aller Geschlossenheit und Stärke reagiert", sagte Dröge am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. "Wenn die USA all denen mit Zöllen drohen, die Dänemark unterstützen, sollte die EU klarmachen, dass sie mit Gegenzöllen antworten wird."

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Trump müsse klargemacht werden, "dass wir vor seinen Drohungen nicht einknicken und unsere Interessen und Verbündeten verteidigen", betonte Dröge. Dafür brauche es "europäische Geschlossenheit".

Die Grünen-Politikerin forderte zudem "eine Allianz der Gegenmacht zwischen all den Ländern, die weiterhin faire Regeln wollen". Dröge stellt sich darunter ein Bündnis der EU mit Staaten vor, "die international Regeln statt Unterdrückung wollen und sich gegenseitig unterstützen". Daran zu arbeiten sei "jetzt die Aufgabe des Bundeskanzlers".

Das bisherige Verhalten von Kanzler Friedrich Merz (CDU) kritisierte die Fraktionschefin: "Beschwichtigen, Relativieren und Abwarten, wie es Merz bisher gemacht hat, würden Trump nur in seiner Strategie bestätigen", sagte Dröge AFP.

Trump hatte am Samstag Strafzölle gegen acht europäische Länder angekündigt, darunter Deutschland, Dänemark, Frankreich und Großbritannien. Ab dem 1. Februar sollen zusätzliche Zölle in Höhe von zehn Prozent für Waren aus diesen Ländern gelten, ab 1. Juni Zölle von 25 Prozent. Die Aufschläge sollen laut Trump bestehen bleiben, bis eine Vereinbarung über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt ist.

Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark. Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Meist war von einem Kauf der Arktis-Insel die Rede, aber auch militärische Gewalt schloss der US-Präsident nicht aus. Da Dänemark wie die USA der Nato angehört, droht der Konflikt um Grönland auch die Nato zu spalten.

P.Murphy--TNT

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